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Das Niederländisches Büro für Tourismus & Convention (NBTC) hatte ins Generalkonsulat des Königreichs der Niederlande nach Düsseldorf eingeladen, um drei bedeutende, touristische Ziele in der Provinz Gelderland in Beisein von Hannah Tijmes, Generalkonsulin in Deutschland, vorzustellen: das Holland Erlebnismuseum, das Paleis Het Loo und das Kröller-Müller-Museum. Das NBTC hat es sich zur Aufgabe gemacht weniger bekannte und nicht überlaufene Orte in den Niederlanden in den Mittelpunkt zu stellen, die nicht von Overtourism betroffen sind, also kein Zeeland, kein Amsterdam oder Rotterdam. Das Land hat so viele andere Attraktionen zu bieten, die sehenswert sind. Es geht um Kultur, Natur und wie man beides genießen und erleben kann. Entschleunigung heißt das Zauberwort, oder wie man dort formuliert: Slow Travel. In den östlichen Niederlanden sprechen die etwas reiferen Bewohner auch durchaus noch gut Deutsch, jüngere eher weniger. Der erste Ort ist das Holland Erlebnismuseum in Arnheim. Freilichtmuseen gelten in Deutschland als etwas verstaubt, haben kein so attraktives Image. In den Niederlanden ist das anders. Dort verfolgt man ein sehr modernes und besucherfreundliches Konzept. Es gibt zahlreiche Mitmachangebote für alle Generationen. Rund 100 Gebäude aus allen Teilen der Niederlande kann man von außen und innen erleben, natürlich auch Mühlen. Man begibt sich auf eine Zeitreise mit vielen Geschichten. 44 ha umfasst der Museumspark. Eine historische Straßenbahnstrecke fährt durch das ganze Museum. Verschiedene Gärten lassen sich erleben, egal ob Zier-, Gemüse- oder Kräutergärten. Das Picknick für einen ganzen Tag kann man sich selbst mitbringen oder alternativ die Restaurants besuchen. 2025 zählte man 600.000 Gäste. Es ist das meistbesuchte Museum der Niederlande außerhalb von Amsterdam. Bis 2028 entsteht auf dem Gelände ein neues Indoor-Museum für die 155.000 Objekte in der Sammlung. Das Kröller-Müller-Museum ist eine erste Adresse für Kunstinteressierte in Otterlo. 290.000 Besucher zählte man 2025. Von Düsseldorf aus sind es etwa zwei Stunden mit dem Auto. Man ist stolz auf die zweitgrößte Sammlung von Werken von Vincent van Gogh, die die Sammlerin Helene Kröller-Müller zusammentrug, fast 90 Gemälde und mehr als 180 Zeichnungen. Insgesamt erwarb sie fast 11.500 Kunstwerke. Noch bis zum 3. Januar 2027 sind alle 88 Gemälde von van Gogh in einer Ausstellung zu erleben, ehe diese in großen Teilen nach Tokio wandert. Das Museum umgibt ein großer Park mit zahlreichen Kunstwerken. Ab 2027 wird das Museum um einen unterirdischen Bereich erweitert, entworfen vom japanischen Architekten Tadao Ando. Auch das Paleis Het Loo in Apeldoorn aus dem 17. Jahrhundert, das Versailles des Nordens, ist definitiv einen Besuch wert. Das ehemalige Schloss der Oranier ist von einem großen Park umgeben, ein Barockgarten, Teiche, kunstvolle Brunnenanlagen oder prächtige Laubengänge inklusive. Hier lässt es sich königlich flanieren. Einige Generationen der Königsfamilie residierten hier. Heute ist das Schloss ein Museum. Es werden verschiedene Führungen zu unterschiedlichen Themen angeboten. Im Oktober öffnet die Ausstellung „Weiß. Mehr als eine Farbe“. Zu sehen sind u. a. königliche Brautkleider, die weiße Leichenkutsche von Königin Wilhelmina und viele andere Objekte. Im April 2027 folgt die Ausstellung „Pferd!“, die Vierbeiner, die u. a. als ein Symbol der Macht gelten. Datum: 23. September 2026 www.nbtc.nl paleishetloo.nl www.openluchtmuseum.nl www.krollermuller.nl |
Holland Erlebnismuseum, Foto: Linde Berends![]() nächstes Foto |
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