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Unter dem Titel „Echt jetzt“ zeigt Kunst im Tunnel in Düsseldorf die sehenswerte Ausstellung zum Deutschen Jugendfotopreis 2026. Rund 120 Arbeiten aus 40 Einreichungen werden gezeigt. Insgesamt beteiligten sich 1.236 junge, kreative Leute mit 8.304 Werken der Fotokunst. Alles kann Kunst sein, aber nur eine Auswahl hat es in die Ausstellung geschafft. Das Motto lautete „Ein Haus, Ein Boot, Ein Auto“. Die kreative Breite des Mottos wurde in vielfältigen Arbeiten aufgegriffen. Schon die Herangehensweise war unterschiedlich. Manche haben sich lange vorbereitet, es wurde ein Wohntraumwelt als Motiv gebastelt oder ein lustiger Stop-Motion-Film zu einer Maus-Familie gedreht. Ob analog oder digital, ob Schuss oder der Griff ins vietnamesische Familienarchiv, die jungen Leute waren extrem kreativ und experimentierfreudig. Einmal wurde sogar die Kamera selbstgebaut und bis zu sechs Stunden lang belichtet. Man findet, gesellschaftliche, politische oder ganz persönliche Themen. Tom Rimkus möchte mit einer Reportage die Kultur der Maya Völker in Belize retten. Mariella Mohaupt hat ihr eigenes Traumhaus in Miniatur. Sie braucht keinen Luxus, um sich wohlzufühlen. Frieda Wagner leider seit zwei Jahren unter Long Covid, hat bisher 150 Selfies gemacht, um ihre Sehnsucht nach Normalität zu dokumentieren. Maya Uma Sehmer zeigt, dass ein Auto nicht nur ein emotionsloser Haufen aus Blech ist. Das Schwesternsein wird ebenso thematisiert wie Queere Lebenseinstellungen oder Gewalt gegen junge Frauen. Mizgin Frotscher fühlt sich noch zu jung, um in eine Rolle gedrängt zu werden. Mit dem gesellschaftlichen Mikrokosmos Stadion beschäftigt sich Jona Tophinke. Toky Springborn beschäftigte sich mit irakischen Flüchtlingen in ihrer neuen Heimat Deutschland. Das touristisch aufstrebende Land Albanien hat Fynn D'Ortona besucht. Judith Kolodziej ht sich mit Anti-AfD-Demos fotografisch beschäftigt und Minze Gaus hat schöne Stillleben in einer Soccerworld entdeckt. Hut ab vor all den wirklich schönen Arbeiten, die jungen Köpfen entsprungen sind. Die TeilnehmerInnen sind zwischen etwa 5 und Mitte 20. Gestaltet wurde die Ausstellung von Studenten der HSD/Peter Behrens School of Art in einem Seminar im Lehrgebiet Fotografie. Die Formate wurden festgelegt und die Fotobücher mit bedruckten Tüchern unter der Decke präsentiert. Zur Erklärung der Arbeiten sollte man sich beim Rundgang unbedingt die begleitende Broschüre kostenlos mitnehmen. Laufzeit: 20. September bis 15. November 2026 www.kunst-im-tunnel.de |
'Deutscher Jugendfotopreis' 2026 im KIT in Düsseldorf, Foto: Jehle![]() nächstes Foto |
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