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Das Theater an der Kö in Düsseldorf präsentiert die sehr humorvolle Komödie „Es ist nur eine Phase, Hase“ von Stefan Vögel. Mit dabei ist u. a. Ingolf Lück, der in seiner Rolle an seiner Altersdepression zu knabbern hat. Es ist ein gelungenes Stück für eine immer älter werdende Gesellschaft, das Fragen aufwirft. Das Alter lässt sich nicht aufhalten. Eine Fünf vorne ist für manche eine Katastrophe. Mischa (Ingolf Lück) wird 55 und seine Frau Christiane (Tanja Haller) schmeißt ein Party. Klaus (Sebastian Goder) und seine Frau Heike (Eva Mannschott) wollen kommen, um anzustoßen. Doch einer macht einen Strich durch die Rechnung. Mischa! Er wurde von seinem Chef mehr oder weniger gefeuert, der goldene Handschlag droht. Als Dino ist er nicht mehr gefragt. Kaum zuhause angekommen verfinstern sich seine Gesichtszüge. Optisch wirkt er wie 65 und Hoffnung hat er keine mehr. Kommt da noch was oder ist das das Ende? Es sind gute Dialoge und spitze Pointen mit passendem Humor. Ständig lauert ein verbales Fettnäpfchen. Das Stück ist eine Haltestelle zum Glück mit drei pubertären Männern verschiedenen Alters. Der dritte im Bunde ist Lukas (Gilbert Brankonier), der Sohn von Mischa. Der junge, angehende Arzt hängt noch sehr an seiner Jugend, ist altersmäßig das Gegenstück zu den anderen Akteuren. Klaus, als guter Freund von Mischa, hat auch so seine Probleme mit der 50+, zeigt es nur nicht so, aber tröstet sich mit seinen jungen Mitarbeiterinnen mittels erotischer Momente. Ist das Alter wirklich nur ein Zahl? Seine Frau Heike zahlt es ihm irgendwann heim und stürzt ihn in eine tiefe Krise. Wie können Männer doch leiden. Mischa ist allerdings sehr wandelfähig, sogar so, dass seine Umwelt nur noch den Kopf schüttelt. Jetzt hat er Zeit für Extremsport. Selbst der Jugendsprache verfällt er. Er will der Welt zeigen, dass er noch locker für 25 durchgeht, bis ihn der Sport auf den Boden zurück holt. Es geht um die Wahrheit und um nichts anderes, die sich auch in den nicht immer optimalen Geburtstagsgeschenken ausdrückt. Nur die Tatsachen helfen, die jeweiligen Lebenskrisen zu bewältigen. Man erfährt viele Wahrheiten z. B. in Sachen Potenz oder Haarausfall. Das Alter nimmt seinen Lauf, lässt sich nicht zurück drehen. Man leidet auf der Bühne gemeinsam, erleidet die schlimmsten Krisen und schöpft auch wieder Hoffnung. Wie ist das mit dem Altern der Frauen? Auch so eine wichtige Frage im Stück. Während er im reifen Alter zu einem guten Wein mutiert, so das Klischee, verschwindet sie unsichtbar, falls sie nichts dagegen tut. Ja, ja, der Reifeprozess des Lebens wirft so einige Fragen auf, mit denen man sich abfinden muss oder sie positiv angehen kann. Wie viel Veränderung verträgt der Reifungsprozess? Dieser Abend ist die humorvolle Wahrheit als aufmunternde Geste. Das Publikum hat seinen Spaß. Musikalisch ist diese Komödie passend untermalt. „Forever Young“, „Summer of 69“ oder „Highway to hell“ sind schöne Erinnerungen an jüngere Zeiten. Regie führte Marko Pustisek. Laufzeit: 23. Januar bis 8. März 2026 theateranderkoe.de |
Komödie 'Ist nur eine Phase, Hase' im Theater an der Kö in Düsseldorf, Foto: Theater an der Kö ![]() nächstes Foto |
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