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Die Deutsche Oper am Rhein präsentiert wunderbar einen zeitgenössischen Tanzabend, der die Grenzen des Tanzes auslotet. „Forsythe/Eyal“ lautet der Titel mit zwei Choreographien von William Forsythe und Sharon Eyal, bei der Tanz in außerordentlich spannender Art und Weise neu gedacht wird. Es sind stilistisch zwei unterschiedliche Werke. Den Anfang macht William Forsythe mit „In the Middle, Somewhat Elevated“. Das Werk wurde 1987 am Palais Garnier vom Ballet de l’Opéra de Paris uraufgeführt. Neun Tänzerinnen pflegen dabei auch durchaus klassische Elemente des Balletts, als Gruppe, solo oder als Pas de Deux. Dabei bleibt es allerdings nicht. Posen oder Achsen etwas weiter gedacht. Die körperliche Anstrengung ist ihnen anzumerken, während der pulsierende Rhythmus der Musik von Thom Willems eher dynamisch ist, fast schon monoton die elektronischen Töne in den Saal schallen lässt. Es hämmert ordentlich, klingt mechanisch. Je nach Sitz im Saal klingt die Komposition anders, auch ein spannender Effekt. Sehr bemerkenswert erscheint das Bühnenbild. Ein Paar goldener Kirchen hängt hoch über der Bühne. Schon der Auftakt ist außergewöhnlich und absolut sehenswert. Mit „Strong“ von Sharon Eyal folgt eine sehr beeindruckende Choreografie, die vom Tempo her deutlich reduziert daher kam. Das Werk wurde 2019 an der Staatsoper Unter den Linden vom Staatsballett Berlin uraufgeführt. Mit 20 TänzerInnen fühlt sich Bühne deutlich voller an. Techno-Klänge von Ori Lichtik füllen den Saal. Ab und zu erfährt man zwischendurch eine kleine, musikalische Abweichung. Dazu hat Sharon Eyal minimale Bewegungen konzipiert, Trippelschritte. Große, geschwungene Bewegungen sind hier komplett tabu. Teilweise sind es nur die Schultern, die hier tanzen, oder die Beine, die auf der Stelle stampfen. Einzelne Akteure lösen sich gelegentlich aus der Gruppe, die mit dunkelgrauen, engen Outfits recht sexy wirkt. Außergewöhnlich ist ebenfalls die Tanzrichtung der Akteure. Statt dem Publikum zugewandt, bewegen sie sich auch mal zur Seite. Betonen muss man noch das großartige Licht, ganz großes Kino. Diese Choreografie setzt noch einen drauf. Datum: 30. Oktober 2026 www.operamrhein.de |
Tanzabend 'Forsythe/Eyal' im Ballett am Rhein in Düsseldorf, Foto: Altin Kaftira![]() nächstes Foto |
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