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Konzert 'Eisheilige Nacht' 2025 in der Turbinenhalle in Oberhausen
Die 14. „Eisheilige Nacht“ 2025 in der Turbinenhalle in Oberhausen begeisterte etwa 4.000 textsichere Gäste, also volle Hütte und auch die Galerie war gut gefüllt, eine insgesamt sehr gute Stimmung so kurz vor dem heiligen Fest.

Erster Support zu sein ist nie einfach. Bei „Haggefugg“ aus Köln ist das aber kein Problem. Sie stimmen ihre „Blasinstrumente“ und fertig ist der Dudelsack-Punk. Ihre Musik ist kreativ, wild, energetisch und sehr lebendig. Mit lauten E-Gitarren und Dudelsäcken lassen sich wirklich außergewöhnliche Töne kreieren. Mit dabei ist ihr charismatischer, junger Frontmann Gregor Krähenkehle, der alles gibt, klasse. Die Band vermittelt eine große Spielfreude. Sie präsentierten Songs wie „Spieglein“, „Daheim“, „Böses Spiel“, „Totentanz“ oder „Hexenkessel“.

Auch der zweite Support aus dem Raum Köln lieferte eine tolle Performance. „Kupfergold“ nehmen sich grundsätzlich nicht so ernst, bleiben sehr sympathisch auf dem Boden. Sie konnten ihr Glück gar nicht fassen, hier spielen zu dürfen. Sonst haben sie ein paar Hundert Zuschauer. Oft schon standen in der Turbinenhalle privat im Publikum. Wie macht der Fasan? Die Halle war sofort da. Von Beginn an präsentierte man sich sehr präsent. Sie brachten einige Fans mit, man kennt sie und ihre durchaus frechen Texte. Ihr großes Plus ist Bonnie Banks als Frontfrau und Rampensau im Muschelkleid und mit einer starken Live-Röhre ausgestattet, wow! Neben älteren Songs hatten sie sehr gute Temponummern von ihren aktuellen Album im Gepäck: „Fasan Alarm“, „Und'n Tripper“, „Der Klügere kippt nach“, „Kupfer und Gold“, „Koboldkeilerei“ oder „Der Metmeister“. Das Licht war klasse, alles passte hervorragend. Fasane können übrigens ganz schön zwicken. Ihre am Abend nachfolgende Band „Schandmaul“ steckten sie vom Gesamteindruck her locker in den Schatten.

Schandmaul ist ein langjähriger Begleiter der „Eisheiligen Nächte“, hatte aber zuletzt durch die nun überstandene Erkrankung ihres Frontmanns Marko Klingel ein paar Probleme. Er ist ans Keyboard gewechselt, schont so seine Gesangsstimme, ist aber noch immer sehr charismatisch, wenn es um die Kommunikation mit den Fans geht. Thomas Lindner ist ihr neuer Sänger. Man muss ihm die Zeit einräumen das nötige Charisma als Frontmann zu entwickeln. Die Fußstapfen sind groß. Songs wie „Hexeneinmalein“, „Herz in der Hand“, „Dein Anblick“, „Der Teufel hat den Schnaps gemacht“, „Bunt nicht braun“, „Tatzelwurm“ oder „Walpurgisnacht“ wurden von eingefleischten Fans gerne mitgesungen. Allerdings bemerkte man einen nicht besonders gut abgestimmten Sound. Leier und Dudelsack waren zu schlecht abgestimmt, das Keyboard nicht zu hören und der Gesang schwer zu verstehen. Obendrein wurde ihr Konzert zu einer gewissen Portion Kindergeburtstag. Aus Kanonen geschossene Lamettaschlangen verhedderten sich unplanmäßig in den Lichttraversen unter der Hallendecke, hingen herunter. Es gab ein Publikumssurfen auf aufgeblasenen Krokodilen und bunte Ballons in Saal. Die Performance war etwas unglücklich. Es war nicht ganz so ihr Tag.

Subway to Sally“ waren Gastgeber und Headliner zugleich, kamen natürlich ganz zum Schluss. Bei ihnen gibt es keine Spielereien. Sie zogen ihr Konzert stramm und professionell durch, Feuerwerk und Flammen gerne mit dabei. Den ersten Reihen wurde ordentlich eingeheizt, den hinteren musikalisch ebenso. Die Band zeichnet ein charismatisch, gesunder Pathos aus. Frontmann Eric Fish weiß souverän wie es geht, wie man die Fans mitnimmt. Auch die Band zog mit, stets schön laut und klar in ihrer Performance. Hier stimmte auch die Abstimmung, hier passte alles. Songs wie „Kleid aus Rosen“, „Räuber und Narren“, „Eisblumen“, „Post Mortum“, „Sieben“ oder „Wenn wir tanzen“ wurden gerne mitgesungen. Gegen Ende versammelten sich alle Bands noch einmal auf der Bühne, um gemeinsam zu musizieren. Es war das würdige Finale der „Eisheiligen Nacht“ 2025.

Datum: 19. Dezember 2025

subwaytosally.com

Konzert 'Eisheilige Nacht' 2025 in der Turbinenhalle in Oberhausen, Haggefugg, Foto: MMB/Below

Konzert 'Eisheilige Nacht' 2025 in der Turbinenhalle in Oberhausen

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