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Die „boot“ 2026 in Düsseldorf präsentiert 1.414 Aussteller aus 68 Ländern in 16 Hallen auf 98.000 qm Netto-Ausstellungsfläche. Es ist die weltweit größte Wassersportmesse mit Angeboten für jeden Wassersportfan. 48 Mio. Wassersportler gibt es in Deutschland. Wassersport soll für alle zugänglich sein. Vom SUP für 250,- Euro bis zur Superyacht für bis zu 10 Mio. ist wieder jede Menge dabei. Die Situation bei den Yachten hat sich seit der Pandemie nun wieder entspannt. Die 10.000 Marinas in Europa haben wieder Plätze frei, denn die Nachfrage nach Booten ist spürbar gesunken, zieht aber wieder leicht an. Aktuell gibt große Rabatte für neue und alte Boote. Sichtbar ist auch ein demografisches Problem. Bootseigner sind immer älter, im Durchschnitt 62 Jahre. Boote werden aus dem Vermögen bezahlt, nicht über Kredite. Sie sind im Schnitt 30 Jahre alt. Hier spielt auch die in Deutschland noch ungelöste Frage eine Rolle, wie man schrottreife GfK-Boote entsorgen soll. Bekannt ist die „boot“ allgemein für ihre größten Superyachten in Halls 6. Hier bewegt man sich in einer Luxusblase mit Produkten, die sich die allermeisten Besucher nicht leisten können. Die Hersteller überbieten sich gegenseitig mit noch besserem Design und technischen Finessen. E-Antriebe bleiben in Halle 6 vor der Halle. Eine dieser Superyachten ist die Sunseeker Ocean 90. Sie ist 28 m lang, 10 m breit, 85 t schwer und die größte Yacht der Messe. Ihre geschlossene Flybridge ist neu. Dafür zahlt man auch 8 bis 10 Mio. Euro. Kleinere Motoryachten sind durchaus einen Blick wert. Die Say-Yachten werden aus Carbon gefertigt, haben außen und innen ein futuristisches Design und harte Kanten. Schaefer Yachten wirken hell, modern und gemütlich. Frisches Design, maritim und modern, bietet Fjord. Ein Event war die Enthüllung der Weltpremiere Navan T30 mit einer hohen Reling. Über einen Hybridantrieb verfügt die 15,50 m lange und 4,8 m breite Sea Loft von Jeanneau für etwa 550.000 Euro. Der Monomaran hat Platz für bis zu acht Personen. Eine Weltpremiere ist die Frauscher X Porsche 790 Spectre, ein Motorboot mit E-Antrieb. Mit dem Antriebsstrang vom Porsche Macan soll sie ziemlich leise 95 km/h erreichen. Im neuen Porsche-Design kommt der Seabob daher, auf der Messe flankiert von einem Lamborghini Revuelto. Die Charter-Branche ist sehr erfolgreich bei denen, die sich kein eigenes Boot leisten wollen oder können. Der Bavaria Cruiser 46 ist als Charter 6-8 Personen sehr beliebt. Er ist gemütlich und praktisch gestaltet. 380.000 Euro stehen auf dem Preisschild. Als Charter kostet er rund 3.000 Euro pro Woche und ist im Mittelmeerraum bei diversen Anbietern verfügbar. Das Segelforum wird mit einem interessanten Bühnenprogramm gut angenommen. Besonders gut besucht war natürlich das sehr nette Gespräch Pip Hare, dem Imoca-Star aus England. Sie ist die sympathische Konkurrentin von Boris Herrmann, und mehrfache Teilnehmerin an der „Vendee Globe“. 2024 erlitt sie einen Mastbruch vor Australien, mitten im Südpolarmeer. Wir alle hatten Mitleid mit ihr, verfolgten ihr Schicksal. Sie segelte 12 Tage mit gebrochenem Mast nach Melbourne, 24 Stunden völlig verzweifelt und neben sich. Unterwegs erhielt sie viel Zuspruch von allen Seiten. Viele Menschen haben ihr in Australien geholfen. Den Schmerz merkte man ihr noch zwischen den Zeilen an, aber sie hat neuen Mut gefasst. Pip Hare peilt die erneute Teilnahme 2028 mit einem gebrauchten 2024er Boot an. Für ein neues ist es zu spät, bei rund 18 Monate Bauzeit. Auch Sponsoren fehlen noch, ein bis zwei Millionen Euro pro Jahr plus das Boot. Die Details sind in der Vorbereitung wichtig, um Probleme zu erkennen. Sie segelt lieber solo als im Team. Für den Nachwuchs im Segelsport scheint übrigens gesorgt zu sein. Der Mitmach-Segelpool für Kids ist durchaus beliebt, Warteschlangen inkusive. Segelyachten sind in der Statistik der Messe sogar beliebter als Motoryachten. Die 13,80 m lange, 4,20 m breite und 9,8 t leicht PURE 42 besteht aus Aluminium, hat einen 360°-Rundumblick und kostet etwa eine Million Euro. Sunbeam Segelyachten überzeugen mit sehr schönem Interieur, modern und warm-atmosphärisch zugleich sowie einer außergewöhnliche Rumpfform. Die 10,33 m lange Beneteau First 30 ist modern, schön und auf das Wichtigste reduziert. Hier war die Enthüllung der First 60 ein Highlight. Mit der Oceanis 37 und 40 findet man geräumige und komfortable Segelboote. Die traditionelle Kanustrecke zum Schnuppern ist noch immer sehr beliebt bei Eltern und Kindern, ein gemeinsames Erlebnis zum Mitnehmen. Ein genauen Blick sind die historischen Boote wert, Schiffe mit Atmosphäre, z.B. alte Riva-Boote, historische Segelboote oder der Wickingerschiff-Nachbau. Nachbau von römischen Frachtkähnen sind heute durch archäologische Funde und uralte Wandmalereien möglich. Mast und Segel werden logisch hinzugefügt. Die Forschung bezüglich der Segel und der Frachtmenge bei ziemlich winddurchlässigen Leinensegel ist in vollem Gange. Datum: 17. Januar 2026 Laufzeit: 17. bis 25. Januar www.boot.de |
Messe 'boot' Düsseldorf 2026, Sunseeker, Foto: Jehle![]() nächstes Foto |
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