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Rock-und Metal-Festival 'Rage against Racism' in Duisburg-Rheinhausen - Tag 2
Auch der zweite „Rage against Racism“-Festivaltag war gut besucht und hat den Regenschauern getrotzt. Acht Bands der Hardrock- und Metal-Szene standen auf der Bühne. Die Stimmung war prächtig.

Trotz der kühlen Temperaturen ließ es sich unter großen Bäumen bei Schauern gut aushalten. Die Organisation war auf jeder Ebene hervorragend. Es gab keine Zwischenfälle. Rock-Fans und Metalhead sind eben sehr friedfertig, solange sie keinem Rockerclub auf zwei Rädern angehören. Man spürte eine ausgezeichnete Atmosphäre, wie jedes Jahr, ein unkompliziertes Kennenlernen völlig fremder Menschen. Viele andere Neugierige kamen ebenso, ganze Familien mit Decke und Bollerwagen. Die Kinder werden schon früh musikalisch geprägt, werden einfach eingepackt und müssen mit. Auch die Festival-T-Shirts waren sehr gefragt, die der Herren sogar ausverkauft. Der freie Eintritt animiert zum Konsum. Beste Verpflegung gab zu historisch guten Preisen, keine Abzocke, denn die Masse füllt die Kassen. Lange Schlangen sah man vor dem Wurst-Stand, viele leckere Schweinchen in Pelle oder Hühnchen in Brötchen gingen über die Theke, auch die leckere Currysauce. Man fühlte sich organisatorisch und gastronomisch bestens aufgehoben, auch dank der netten und emsigen Ehrenamtler, ohne die hier nichts laufen würde.

Es standen auch Versteigerungen von Motto-Kunstwerken auf dem Programm. 375,- Euro sind sicher kein schlechter Preis, der u. a. geboten wurde.

Die schöne Bühne war wie gemacht für dieses Festival, nicht zu groß und mit sehr gutem Licht ausgestattet. Laut wurde es definitiv. Die Gitarren heulten, die Drummer gaben den Ton an und die Sänger hatten am nächsten Tag vielleicht eine Stimmbandentzündung. Der typische Metal-Gesang kann nicht gesund sein. Sie klingen aber manchmal nur so böse, sind es menschlich überhaupt nicht.

Nach den Bands „Grave Intensions“, „Intense“, „Sweeping Death“ und „Nights in Gales“ betraten “Chuggaboom“ die Bühne. Die Engländer stehen musikalisch zwischen melodischen Hardrock und Metal-Elementen, tragen dabei ein martialisches Outfit mit schwarzen Kutten und Masken. „Darkness“ aus Essen-Altenessen boten eine sehr gute Show, obwohl ihr Bassist kürzlich verstorben ist. In zwei Wochen hat sich sein Nachfolger in die Songs eingearbeitet, harter Rock. Eine Absage oder nicht, der Verstorbene hätte sich den Auftritt sicher gewünscht. Es war gute Entscheidung im Beisein von Witwe und Sohn. Auch „Omnium Gatherum“ war gut drauf, gute Töne von Hardrock bis Metal. Die Finnen spielten ein sehr energetisches Konzert als heimliche Headliner. Finnen müssen nicht immer wortkarg sein, können auch richtig Gas geben. „Eisenpimmel“ bildete den Schlusspunkt. Sie sind eher Duisburger Lokalgrößen der Vergangenheit. Als Alt-68er, zwischen Punk und Rock, passen sie in keine Schublade.

Fazit: Man erlebte glückliche Veranstalter und glückliche Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet, von Hamburg bis nach München und sogar aus Sachsen. Die Autokennzeichen verrieten es. Die 23. Auflage kann für 2027 wohl eingeplant werden.

Datum: 6. Juni 2026

www.rageagainstracism.de

Rock-und Metal-Festival 'Rage against Racism' in Duisburg-Rheinhausen - Tag 2, Darkness, Foto: Jehle

Rock-und Metal-Festival 'Rage against Racism' in Duisburg-Rheinhausen - Tag 2

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