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Rock-und Metal-Festival 'Rage against Racism' in Duisburg-Rheinhausen - Tag 1
„Rage against Racism“ heißt es auch 2026 wieder an der Mühle in Duisburg-Rheinhausen. Das Umsonst- und Draußen-Festival hat für Rock- und Metal-Fans wieder einiges zu bieten. Der erste Tag war sehr abwechslungsreich und gut besucht.

Seit 2003 gibt es dieses beliebte Festival in dieser Form. Wo gibt es sonst noch solch ein Musik-Festival ohne Eintritt?! Die Gäste wissen es zu schätzen und konsumieren ordentlich das gesparte Eintrittsgeld. Bratwurst oder Currywurst mit Brot kosten 3,- Euro, ein Hähnchen-Brötchen 4,- Euro. Das sind noch faire Preise für leckeres Herzhaftes frisch vom Grill. Vegan ist auch im Angebot, ist aber spürbar weniger nachgefragt.

Am ersten Tag machten die „Changing Tides“ aus den Niederlanden den Anfang. Der Stoff war ein schon ziemlich harter und kompakt klingender Metal. Als Einheizer hat man es immer schwer. Mit „Cathubodua“, eine belgische Symphonic-Metal-Band aus Flandern ging es weiter. Sie verknüpfen als Besonderheit ihrer Musik Folk-Elemente mit ein, was sich auch an ihrem Outfit ablesen lässt. Stimmlich lag die Sängerin recht hoch, wirkte ziemlich extrovertiert. Ein Heimspiel hatten „Ignition“. Sie kommen aus Duisburg und haben sich dem Power-Metal verschrieben. Ihr neues Album ist gerade erst erschienen. Ein paar der neuen Songs bekam das Publikum zu hören. Es folgten die Damen von „Crypt A“. Die brasilianische All-Female-Death-Metal-Band nutzte das Festival für ihren Tour-Auftakt. Ihre Klänge sind schon harte Kost, aber musikalisch sehr gekonnt dargeboten. Neben der Rolle als E-Bassistin auch noch als Frontfrau zu agieren ist wirklich schwierig. Beschreiben lässt sich ihr Sound nur schwer. Jedenfalls hat Brasilien nicht nur den Samba oder Salsa zu bieten.

Das Finale des Tages bildete der große Auftritt der „Crazy Lixx“ aus Schweden. Die nordischen Hünen haben sich dem 80er-Rock verschrieben, irgend wo zwischen den bekannten Klängen von Europe, Whitesnake oder Bon Jovi. Die Haare tragen sie entsprechend ihren Vorbildern lang. Sie waren der verdiente Headliner des Tages, sprachen 90 Minuten lang eine breite Masse an. Mit „Hell raising woman“, „Silent thunder“, „Forever wild“ oder „Who said Rock'n'Roll is dead“ rissen sie das Publikum mit. Die Rockmusik ist wahrlich nicht klein zu kriegen.

Der Titel des Festivals „Rage against Racism“ wurde immer wieder betont. Rassismus, Hass und Diskriminierung waren Themen auf der Bühne. Der internationale Charakter der Bands bot jede Menge Vielfalt. Hier an der Mühle im Ortsteil Friemersheim haben rechte Sprüche ganz sicher keinen Platz.

Datum: 5. Juni 2026

www.rageagainstracism.de

Rock-und Metal-Festival 'Rage against Racism' in Duisburg-Rheinhausen - Tag 1, Changing Tides, Foto: Jehle

Rock-und Metal-Festival 'Rage against Racism' in Duisburg-Rheinhausen - Tag 1

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