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Der internationale Museumstag 2026 auf dem UNESCO Welterbe Zollverein in Essen konnte mit einem großen Programm aufwarten. Zahlreiche Besucher nutzten die Möglichkeiten. Das Ruhr Museum hatte alle Türen geöffnet. Die beliebte Ausstellung „überLeben in der Eiszeit“ war außerordentlich gut besucht. Klar, überall galt freier Eintritt. Mit der Familie sparte man da eine ganze Menge. Das Mammut, der Höhlenbär, das Waldnashorn oder die sonstigen Tiere der Eiszeit ließen nicht nur Kinderaugen staunen. So groß waren Tiere damals. Bei freiem Eintritt waren ebenso die Dauerausstellung des Ruhr Museums, wie auch die Brigitte-Krämer-Ausstellung zu erleben. Beliebt waren auch die Führungen und Angebote im Schaudepot auf dem Gelände. Die ehemalige Salzfabrik stellte einst Salze für den Straßenbau her. Vor einiger Zeit baute man das Gebäude zu einem Museumsdepot um, welches regelmäßig durch Führungen zu erkunden ist. Hier lagern alle Exponate, die in der aktuellen Dauerausstellung keinen Platz finden, in massiven Regalen. Die Bandbreite ist groß. Alles was für die Region von Bedeutung ist, das wird gesammelt. Steine aus der Eiszeit, Replika-Schädel aus medizinischen Sammlungen, Gefäße mit Brandspuren aus dem Zweiten Weltkrieg, Porzellan, Keramik von der Margarethenhöhe, Reste des alten Essener Rathauses oder ein schön gefertigter Schrank von Georg Metzendorf, dem Architekten der Margarethenhöhe. Da kam der Gelsenkirchener Barock stilistisch nicht mit. So schick wohnte man also in der Gartensiedlung. Man konnte die technische Entwicklung der Nähmaschinen oder Waschmaschinen nachvollziehen. Bergbauexponate hat man reichlich gesammelt, braucht wohl keine mehr. Auch mit historischen Schreibmaschinen ist man gut bestückt. Mineralwasser im Haus zu haben war allerdings damals wichtig. Man bekam es in Apotheken oder Büdchen. Das Grundwasser war noch kein sauberes Trinkwasser. Im Ersten Weltkrieg konnte man sich an Nagelbildern beteiligen, gegen eine Kriegsspende. Im Vorraum gab es uralte Fossilien, die Restaurierung von frühen Kunststoffen oder Exponate aus dem erst im Februar 2026 geschlossenen Club „Hotel Shanghai“ zu erleben. Einer der einst in Kneipen weit verbreiteten Aschenbecher wurde von dem Essener Künstler Wilhelm Poetter mit gestaltet. Der Ascher wurde tatsächlich zwischen 1923 und 1996 produziert, stolze 73 Jahre lang. Viele Objekte haben hier eine spannende Geschichte. Einen Weltrekord für das größte, gehäkelte Mammut der Welt gab es im Schaudepot auch noch zu bewundern, eine echte Fleißarbeit. Die Stiftung Zollverein hatte ebenfalls einige Türen geöffnet. Man konnte hoch in die Rundeindicker, sich die Fotoausstellung und den 360°-Film ansehen. Schließlich war die Aussichtsplattform auf der Kohlenwäsche frei zu begehen. Auf Zollverein bekam man an diesem Tag richtig viel zu sehen. Datum: 17. Mai 2026 www.zollverein.de ruhrmuseum.de |
Internationaler Museumstag 2026 auf dem UNESCO Welterbe Zollverein in Essen, Foto: Jehle![]() nächstes Foto |
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