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Die IGA 2027 im aktuell komplett gesperrten Rheinpark in Duisburg nimmt immer mehr an Form an. Nun wurden die Bauarbeiten am Kultushafen von den beiden Landschaftsarchitekten Christian Horst und Kathrin Schmitz vorgestellt. Der Kultushafen ist Teil des IGA-Geländes im Rheinpark. Ihn gibt es bereits seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. Es wurde nötig da man keine Rheinbrücken bauen wollte. Züge wurden mittels einer Trajekt-Anlage (1866), quasi eine Eisenbahnfähre, über den Rhein gebracht, um am anderen Ufer wieder auf feste Schienen gestellt zu werden. Man fürchtete das kriegerische Einfallen der Franzosen. 1873 km gab es die erste Eisenbahnbrücke, 1927 die zweite. Einen Brückenkopf der ersten sieht man auf Rheinhauser Seite immer noch, heute umgebaut zu einem außergewöhnlichen Wohnobjekt. Der Kultushafen hatte zwei Abzweigungen, den von Rhenus immer noch genutzten Südhafen und den Nordhafen, der nun die Promande des Rheinparks bildet. Stets war der Kultushafen Konkurrenz zu den Ruhrorter Häfen. Er überstand zwei Weltkriege. In den 1960ern wurde er um 60 m höher gelegt. Auch den Dinkelsbach verlegte man um 60 m Richtung Süden. Zwischendurch siedelte man ein Kieswerk an, später eine Spedition. Die Fläche wurde versiegelt. Mit dem Motto „Duisburg an den Rhein“ möchte man mehr Lebensqualität in die Stadt bringen. Der Rheinpark hat die Absicht bereits erfolgreich unterstützt, war bis zu seiner temporären Schließung sehr beliebt. Durch die IGA möchte man ihn noch attraktiver gestalten. Das kostet Millionen. 8,9 Mio. Euro sind Fördermittel des Bundes. Den Restanteil von 20% übernimmt die Stadt Duisburg, Kostensteigerungen nicht ausgeschlossen. Was plant man? 84 Bäume werden neu gepflanzt, darunter Feldahorn, Eiche, Vogelbeere, Vogelkirsche, Hainbuche oder die Esskastanie. Dazu kommen 64 Sträucher und 950 Stauden und Gräser. Die Natur soll sich aber auch selbst entwickeln, z.B. durch die wilde und bereits vorhandene Uferböschung. 35 Bäume wurden bereits gepflanzt. Man strebt eine natürliche Biodiversität an. Die Fahrradbügel sind bereits in der Erde, erste Wege fertig. Aktuell ist der 900 qm große Hafenbalkon in Arbeit. Er wird abends beleuchtet. Diese Fläche hat man dem Wasser abgerungen. Ein meandernder Weg mit 14% Gefälle wird angelegt. Standbeton und Wasserbausteine laden zum Sitzen ein. Eventuelles Hochwasser ist kein Problem. Geplant ist eine Gastronomie an der Brücke im hinteren Bereich. Jeweils drei Gastro-Container in zwei Ebenen und einer Dachterrasse sowie einer Bodenterrasse und mit Panoramafenstern werden verpachtet. Man kann sich eine Bar vorstellen. Ein Pächter ist allerdings noch nicht gefunden. Bereits fertiggestellt ist der der Schiffsanlager, der durch die Duisburger Hafengesellschaft Duisport realisiert wurde. Ansonsten liegt man im Park bautechnisch im Soll. Die Natur macht hier und da etwas Probleme. Mauereidechsen muss man mit Sperren von der Baustelle des Kultushafens mit Sperren fernhalten. In Bereich hinter dem SkaterPark haben sich durch die Abwesenheit der bisherigen Besucher nun Fledermäuse angesiedelt. Man ist mit den Experten der Naturschutzorganisationen im Gespräch, wie man bezüglich der Bauarbeiten damit umgehen soll. Datum: 9. Mai 2026 www.iga2027.ruhr |
Führung durch die Baustelle des Kultushafen im Rheinpark in Duisburg mit der IGA 2027, Foto: Jehle![]() nächstes Foto |
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