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Einweihnung der Skulptur „Was bleibt? – What remains?“ durch die Brost-Stiftung auf dem Gelände der Zeche Hugo in Gelsenkirchen
Mit einer feierlichen Zeremonie hat die Brost-Stiftung am 6. Mai die Skulptur „Was bleibt? – What remains?“ auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Hugo in Gelsenkirchen der Öffentlichkeit übergeben. Mit dem Werk stärkt die Stiftung den kulturellen Dialog im Ruhrgebiet und schafft einen neuen Ort für Erinnerung und Begegnung.

Das Kunstwerk entstand im Rahmen des internationalen Projekts „Holz trifft Stahl“ der Brost- Stiftung. Der kanadische Künstler Carey Newman und der Bochumer Künstler Marcus Kiel entwickelten die Skulptur gemeinsam. Sie vereint Materialien und Perspektiven aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten und setzt sich mit Fragen von Identität, Geschichte und Wandel auseinander. "Zwei Künstler, zwei Kontinente, zwei Erfahrungen“, sagte Prof. Bodo Hombach, Vorstandsvorsitzender der Brost-Stiftung, in seiner Ansprache. „Marcus Kiel bringt das Ruhrgebiet ein, Stahl, Erinnerung, Verbindung. Carey Newman steht für Kreislauf, Natur und Gemeinschaft.“

Carey Newman stammt aus Vancouver. Gerne arbeitet er mit Holz, nahe an der Natur. Aus Holzresten baute er die Bänke mit roter Zeder, ein eher weiches Holz, vor der Stahlskulptur. Holz erlebt in Kanada eine spürbare Krise. Von den 600 bis 700 Jahre alten Bäumen existieren 10 bis 15% schon nicht mehr. Es wird mehr Holz geschlagen, als nachwachsen kann. Das Kunstwerk wird durch kanadische Blutahorn-Bäume ergänzt, welche ihre Größe beibehalten. Als Grund hat man kanadischen Split gewählt.

Marcus Kiel ist dem Bergbau sehr verbunden. Sein Schwiegervater war bis 1993 auf dem Bergwerk Hugo aktiver Bergmann. Er selbst sammelt Relikte des Bergbaus, z.B. Handschuhe oder Kauenkörbe. Seine Hochachtung vor den Kumpeln spürt man auch in seinem künstlerischem Schaffen. Man erkennt Abdrücke von Handschuhen.

Die Brost-Stiftung hat die Installation bewusst auf dem historischen Zechengelände, mehr als 25 Jahre nach der Schließung der Zeche Hugo, errichtet. Das begehbare Kunstwerk greift die industrielle Vergangenheit des Ruhrgebiets auf und übersetzt sie in einen offenen Raum für Begegnung und Reflexion. Die Skulptur lädt dazu ein, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, was bleibt, wenn sich Lebens- und Arbeitswelten verändern.

Über das Projekt „Holz trifft Stahl“: Mit dem Projekt „Holz trifft Stahl“ fördert die Brost-Stiftung den künstlerischen Austausch zwischen dem Ruhrgebiet und Kanada. Die Skulptur ergänzt das Umfeld rund um Schacht 2 der Zeche Hugo und ist dauerhaft öffentlich zugänglich.

Nicht weit entfernt befinden sich die verbliebenen Reste des Bergwerk Hugo. Die ersten beiden Förderschächte wurden 1873 und 1878 abgetäuft. Am 28. April 2000 kam das Ende. Der Trägerverein Hugo Schacht 2 e.V. kümmert sich um die Erhaltung und freut sich stets über Spenden. Etwa 17.000 Euro benötigt man pro Jahr. Führungen gibt es auf Anfrage. Man veranstaltet auch diverse Veranstaltungen.

Datum: 8. Mai 2026

broststiftung.ruhr

Einweihung des Kunstwerks in Gelsenkirchen, Foto: Jehle

Einweihnung der Skulptur „Was bleibt? – What remains?“ durch die Brost-Stiftung auf dem Gelände der Zeche Hugo in Gelsenkirchen

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