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Traumzeit Festival 2021 im Landschaftspark Duisburg-Nord
Mit dem Traumzeit Festival 2021 im Landschaftspark Duisburg-Nord konnten die Musikfans endlich mal wieder Live-Musik in großen Rahmen erleben. Die Stimmung war ausgezeichnet.

Als man Mitte August in Duisburg entschieden hatte, das Festival tatsächlich durchzuführen, spielte es auch keine Rolle, dass man aus dem Sommer- einen Spätsommertermin machte. Für draußen waren die Temperaturen noch warm genug. So konnte man die zugelassenen 2.500 Besucher ohne Maske und und Abstand auf das Gelände lassen. Besonders die jungen Leute wussten diese seltene Gelegenheit sehr zu schätzen. Das Club-Event wurde in den Landschaftspark verlegt. Es wurde getanzt und gefeiert bis zum Abwinken. Drei Bühnen, zwei Außenbühnen und die Gießhalle, wurden bespielt.

Den gelungenen Auftakt machte Vintage Neon aus Bochum, eine sympathische Band, die ihr Glück kaum fassen konnte, tatsächlich vor einem verhältnismäßig großen Publikum spielen zu dürfen. Energetische Sounds mit elektronischen Pop-Einflüssen und einer guten Stimme konnten sehr überzeugen. Anschließend eröffnete Duisburgs Kulturdezernentin Astrid Neese das Festival in der Gießhalle offiziell, gefolgt von einem Auftritt des Knappenchor Rheinland, der unter viel Applaus die Bergbau-Vergangenheit erklingen ließ. An gleicher Stelle griff Finn Ronsdorf in die Klaviertasten. Seine Stimme war wirklich außergewöhnlich. Man spürte ganz viel Herz in seinen Songs. Gut tanzbar war der Auftritt von Figur Lemur. Ihr Pop war nicht von der Stange, sondern gespickt mit besonderen Beats und Texten. Tolyqyn aus Berlin präsentierten eine Mischung aus Weltmusik, Rock, Afro, Jazz und Pop.

Je später der Abend, desto mehr Stimmung und Andrang. Die große Bühne wurde schon beim Auftritt von der Band Walking on Rivers gut angenommen. Ihnen war die Freude über diese große Kulisse sehr anzumerken. Der Indie-Folk-Sound kam an. So richtig ab ging es beim Shelter Boy in der Gießhalle. Der Bühnengraben wurde erstmals zur Tanzfläche. Sein Indie-Rock mit besonderer Note wirkte sehr energetisch. Nicht weniger stimmungsvoll wurde es auf der großen Bühnen bei den Leoniden. Die Jugend verwandelte den vorderen Bereich des Publikums in ein Tollhaus. Der Höhepunkt der reiferen Gäste war Banda Senderos, die ab 0.15 Uhr eine Party in der Gießhalle feierten. Hier blieb gut eine Stunde lang kein Bein ruhig. Sie kosteten das Festival richtig aus, denn es war ihr voraussichtlich letzter Auftritt in diesem Jahr.

Die Musikbranche hat es immer noch sehr schwer, sich an alte Zeiten anzunähern. Die Traumzeit war für Musiker eine der wenigen Gelegenheiten, großes Publikum zu erleben und mal richtig abzufeiern. Man merkte es ihnen allen an. Ein großer Dank geht an die Organisatoren, die den Mut dazu hatten, die erlaubten Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Die 3G-Bedingungen wurden genaustens kontrolliert, offenbar mit Erfolg.

Datum: 24. September 2021

www.traumzeit-festival.de