abenteuer-ruhrpott.info Aktuelles abenteuer-ruhrpott.info
Freizeittipps
Veranstaltungen
Ausstellungen
Bücher / Musik
Kontakt
Impressum
Roadshow des Reiseveranstalters 'Taruk' in der Philharmonie in Essen
Der Reiseveranstalter Taruk gastierte mit seiner bundesweiten Roadshow im Conference-Center der Philharmonie Essen. Es ging visuell in zehn verschiedene Länder.

Auch die Reisebranche muss in Zeiten der Kaufzurückhaltung besondere Maßnahmen ergreifen und auf seine Kunden zugehen. Unter dem Motto „Von den Polarlichtern zum Kreuz des Südens“ ging es an diesem Abend von Island bis nach Kapstadt.

Es war eine ziemlich familiäre Atmosphäre. Taruk ist ein mittelständisches Familienunternehmen, das vor etwa 30 Jahren von Johannes Haape gegründet wurde. Man bietet ausschließlich Touren in Kleingruppen an, mit max. 12 Personen. Johannes Haape und sein Sohn Christan waren auch persönlich vor Ort, wie einige andere nette MitarbeiterInnen, die alle sehr fachkompetent Auskunft geben konnten. Ein Afrika-Experte entpuppte sich sogar als ein vor Ort ausgebildeter Ranger. Sie haben grundsätzlich nur Ziele im Katalog, die sie selbst gut kennen und die politisch unkompliziert sind. China und Russland sind aktuell nicht im Angebot. Der Markt USA/Kanada ist zu hart umkämpft. Auf dem amerikanischen Kontinent konzentriert man sich lieber auf Mexiko, Nicaragua, Costa Rica, Panama oder fast das komplette Südamerika. Weitere Schwerpunkte sind das südliche Asien, Australien und der Süd-Osten Afrikas. Europa ist ebenso im Programm. Alle Touren haben vor Ort eine deutschsprachige Reiseleitung.

An einem Abend nach Norwegen, Island, Kroatien, Malta, Sizilien, Andalusien, Tansania, Botswana, Namibia und Südafrika, das ist ein Kunst. Los ging es mit einem einstündigen Vortrag des Reisefotografen Michael Fleck. Seit über 40 Jahre ist er unterwegs. Er führte die BesucherInnen in seiner Multivisionsshow nach Norwegen und Island. Oslo hat eine Menge moderne Architektur zu bieten. Über Bergen ging es ins Fjordland. Die Lofoten gehörten genauso dazu wie der Stockfisch, tolle Küstenstraßen, die wunderschöne Landschaft, diverse Städte und das Nordkap, Sehnsuchtsziel vieler Norwegen-Touristen. Auf Island, 66% der Menschen in der Hauptstadt leben, ließ er die Ringstraße, die heißen Quellen, den schwarzen Sandstrand von Vik und das Hochland nicht aus. Manche seiner gewählten Küstenwege lassen sich auch nur bei Ebbe befahren. Ein Allrad-Fahrzeug ist sowieso Pflicht.

Im Anschluss ging es mit Halina Kohl nach Kroatien, Malta, Sizilien und Andalusien. Das Grab von Kolumbus in der Kathedrale von Sevilla, Nationalparks, die Alhambra oder der aktive Vulkan Stromboli sind wichtige Ziele.

Das Thema Afrika ist das Fachgebiet von Johannes Haape und seinem Sohn Christan. Johannes Haape wuchs in Südafrika auf. Hier hat man eigene Fahrzeuge für bis zu max. sieben Teilnehmer. Auch ein Hausboot auf dem Okavango, der in der Wüste mit einem riesigen Delta einfach versickert, ist im Angebot. Botswana ist noch ein Geheimtipp. Hierfür hat man den schwedischen Tierfotografen Björn Persson mit ins Boot geholt. In Botswana leben etwa 200.000 Elefanten, die Hälfte der afrikanischen Population. Neben einem klaren Sternenhimmel lassen ich dort auch Nashörner, Leoparden oder Wildhunde beobachten. Johannes Haape hatte da einen tatsächlich ernst gemeinten Tipp. Logiert man in einer Lodge in der Salzpfanne, sollte man sich mal nachts alleine in die Wildnis hinaus trauen und die großen Momente genießen.

Zum Schluss führte Jana, Johannes Tochter, mit einem selbst gedrehten und brandneuen Film, die BesucherInnen nach Südafrika. An diesem gut besuchten und doch familiär geprägten Abend bekam man jede Menge Nachhilfe in Geografie, bezüglich fremder Kulturen und einem Reiseformat, das sonst eher weniger üblich ist.

Zum Schluss noch ein paar Worte zum sozialen Engagement. Taruk unterstützt den Stamm der Son im südlichen Afrika. Einst Nomaden, bekommen sie heute Hilfestellung bei der Eingliederung in die Gesellschaft. Man rettete diesen Sommer Nashörner auf einer afrikanischen Farm vor der Dürre. Während der Hochphase der Pandemie, als kein Tourismus möglich war, unterstützte man die einheimischen Reiseleiter mit 30% ihres Einkommens. Kurzarbeit kennt man in weiten Teilen der Erde nicht.

Datum: 27. September 2022

www.taruk.com