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Konzert von 'Stoppok & Artgenossen' mit Arthur Brown, Hannes Ringlstetter, Tokunbo und dem 'The Joni Project' auf dem Welterbe Zollverein in Essen
Ein alter Gast beehrte das Welterbe Zollverein mit seinen Klängen. Stoppok war da und brachte auch noch einige seiner musikalischen Freunde mit, darunter auch Arthur Brown. "Stoppok & Artgenossen" war ein interessanter Musikmix.

Zu Stoppok muss man nicht mehr viel sagen. Er ist noch immer ein hervorragender Musiker, trotz seines immer reiferen Alters. Auch an ihm geht die Zeit nicht spurlos vorbei. Die Zwischenansagen fallen manchmal etwas schwerer, während er traditionell an seinen Gitarren stimmt. Stoppok wäre nicht Stoppok, wenn seine Instrumente immer perfekt vorbereitet wären. Er machte auch den Anfang. „Eine Annahme“, „Alles klar“ und „Zwei wunderschöne Augen“ spielte er solo, eher er mit dem „The Joni Project“ seinen Song „Wie tief kann man sehen“ anstimmte.

„The Joni Project“, das sind Anne de Wolff, Iris Romen und Stefanie Hempel. Alle drei sind klasse Multi-Instrumentalistinnen, die auch noch singen können. Anne de Wolff ist bekannt als Mitglied von BAP, spielte aber auch schon mit Johannes Oerding, Bosse, Rosenstolz oder Wingenfelder auf einer Bühne. Nahezu kein Instrument ist ihr fremd. Alle drei wechselten Cello, Violine, Gitarre, Bass, Banjo, Posaune oder Klavier wie Messer, Gabel und Löffel. Seit einiger Zeit haben sie sich dem 1971er-Album von Joni Mitchell verschrieben. Vier Songs präsentierten sie auf Zollverein, um anschließend Stoppok und die weiteren Gäste musikalisch zu unterstützen.

Mit Hannes Ringlstetter, Kabarettist und Musiker, hatte man einen echten Bayern eingeladen. Er wollte schon lange mal wieder ins Ruhrgebiet kommen. Die Landschaft ist für ihn gewöhnungsbedürftig, aber er schätzt die Menschen, die gerade raus sind. Da liegt er nicht ganz falsch. Seine Stimme hat auf jeden Fall was Besonderes und auch musikalisch kann man ihm gut zuhören. Lediglich das Bayerische ist manchmal etwas anstrengend.

Es folgte mit Tokunbo eine junge Dame, eine deutsch-nigerianische Soul-, Jazz- und Pop-Sängerin und Singer-Songwriterin mit einer tollen Stimme. „Golden Days“ oder Forgive“ waren zwei ihrer Songs auf Zollverein.

Als letzter Gast betrat Arthur Brown die Bühne. Die britische Rock-Legende ist mittlerweile 80 Jahre alt und noch immer fit genug für Auftritte. Wer sich exzentrisch zweimal umziehen und wild dekorieren kann, der ist noch nicht reif fürs Altersheim. Arthur Brown geht sogar noch weltweit auf Tour. Neben einem neuen Song präsentierte er seinen 1968er Superhit „Fire“. Er ist noch immer der selbsternannte God of hellfire. Großartig, eine solche Legende live erleben zu können.

Alle stimmten anschließend bei „Let me be missunderstood“ mit ein, ehe Stoppok sein Publikum nicht ohne seine Solo-Zugaben „Mal dein Herz an“ und „Wetterprophet“. Die aktuellen Zeiten sind wirklich wie das Wetter. Man weiß wirklich nicht, wie es in vier Wochen aussieht.

Datum: 14. Oktober 2022

www.zollverein.de