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Ausstellung 'Daniel Spoerri - Ein Museum der Unordnung' in der Langen Foundation
Die Langen Foundation in Neuss zeigt die gelungene Ausstellung „Daniel Spoerri - Ein Museum der Unordnung“. Der wunderschöne Museumsbau präsentiert sich dieses Mal inhaltlich völlig anders, aber spannend.

Der Meister des Sammelns ist mittlerweile 91 Jahre alt und arbeitet immer noch. Auf Trödelmärkten stöbert er gerne nach Objekten, die ausdrucksstark sind und ihn in besonderer Art und Weise ansprechen. Was daraus wird entscheidet sich anschießend im Atelier. Erst im März 2021 sind 50 neue Arbeiten entstanden. Seine kreative Schaffenskraft ist bis heute ungebrochen.

Rund 150 Arbeiten aus verschiedenen Schaffensperioden findet man in Neuss, etwa ein Zehntel seines Gesamtbestands im Depot. Es ist ein wahres Kuriositätenkabinett, wenn man den Japan-Raum betritt. Abgedunkelt findet man Totenschädel auf Kindermöbeln, medizinische Gerätschaften, Gehstöcke, ein Sammlung von Wasserproben aus heiligen Quellen in Frankreich, afrikanischen Gewändern oder Fetisch-Objekten. Hier hat Spoerri die Welt zusammengetragen, in besonders kurioser Art und Weise.

Folgt man den anderen Räumen, erkennt man zahlreiche Assemblagen zusammengesetzt aus diversen Dingen und zu verschiedenen Themen. An einer Wand hängen Lagerbestände, die er dort so vorgefunden hat. Andere Arbeiten beschäftigen sich mit der Physionomie der Tiere, den dem Menschen recht ähnlich ist. Brot gehört für Spoerri zu den elementarsten Grundnahrungsmitteln. So hat er Gegenstände des Alltags mit Brotteig überbacken. Natürlich darf seine Eat Art nicht fehlen. Nicht wenige Tischsituationen zieren die Wände im größten Ausstellungsraum. Ob Gläser, Geschirr mit Essensresten, Blumendeko, Servietten oder Flaschen sind original an ihren Platz geblieben. Bei den Mosaiktischen hat Spoerri sich allerdings kreativ betätigt und die Dinge selbst angeordnet.

Die gesamte Ausstellung ist thematisch gehängt, nicht chronologisch. Langweilig wird hier nie. Zu entdecken gibt es eine ganze Menge.

Laufzeit: 7. September 2021 bis 13. März 2022

www.langenfoundation.de