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Ausstellung 'Sean Scully. Song of Colors' in der Langen Foundation in Neuss
Sean Scully (geb. 1945) ist zu Gast in der Langen Foundation in Neuss. Seine sehenswerte Ausstellung "Sean Scully. Song of Colors" umfasst gut 50 Arbeiten und ist konzipiert als eine musikalische Komposition, ähnlich einer Symphonie.

Als Ire hat Sean Scully quasi die Musik im Blut. Es kommt nichts selten vor, dass er mit Musik arbeitet und sich von ihr inspirieren lässt. So werden die architektonisch wunderschönen Räume der Langen Foundation zu einem Klangraum mit gemalten klängen, die akustisch als Orte der Stille auch eine meditative Ausstrahlung haben. Laut und Leise vermischen sich auf einer Fläche, die aus Leinwand, Holz oder Aluminium bestehen kann.

Die Zeitreise beginnt mit frühen Arbeiten von 1968 und endet 2021. Eine grafische Rasterung ist bereits früh zu erkennen, im ganz kleine Format. Wie stumme Gitarrensaiten wiederholt sich ihr Rhythmus. Auch als die Formate größer wurden, ist dieser Effekt zu beobachten. Überhaupt, die Bildgrößen variieren, was die Hängung durchaus spannend macht. Manche Farbflächen wirken wie Tasten eines Klaviers oder Xylophons. Man meint vibrierende Notenlinien zu erkennen. Mittendrin erkennt man rechteckige Einschübe, die Fenstern ähneln. Ihre Farben lassen subjektiv die Fantasie aktiv werden. Ist es der abstrakte Blick in die Natur? Dazwischen findet sich immer wieder der Rhythmus, der mit dünnen oder dicken Pinselstrichen daher kommt. In der Regel wirken die mehrschichtigen Farbflächen nicht transparent. Die Kanten der Farbfelder sind bewusst nicht exakt gewählt. Sie kommunizieren miteinander, wie Noten. Zum Ende wird die Emotionalität der Arbeiten zusammengefasst und die gemalte Symphonie findet ein Finale.

Zu den Arbeiten im Innenraum gesellen sich auch drei im Außenraum des Museums, aus Holz und Metall.

Auf jeden Fall muss man einen Blick in den neu gestalteten Japan-Raum werfen. Die Sammlung umfasst etwa 350 wertvolle japanische Rollenbilder. Zu sehen Exponate aus dem Zen-Buddhismus, Rollenbilder ab dem späten 14. Jahrhundert, aber auch Tonskulpturen aus dem 8. Jahrhundert. Die uralte Tradition der Darstellung zeigt inhaltlich Natur, Landschaften und Kalligrafie. Hintergründig spielen auch her und da religiöse Aspekte eine Rolle. Man wird zum Meditieren eingeladen und bemerkt, wie der Pinselstrich sich von ganz fein zu deutlich freien Formen entwickelt.

Laufzeit: 3. April bis 7. August 2022

www.langenfoundation.de