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'Rheinkirmes' 2022 in Düsseldorf
Nach zwei ausgefallenen Jahren hat die Rheinkirmes in Düsseldorf endlich wieder ihre Tore geöffnet. Zahlreiche Fahrgeschäfte und Schausteller bieten ein vergnügliches Rundumpaket, das von den vielen BesucherInnen am Eröffnungstag bereits erlebnishungrig genutzt wurde.

Schausteller und Gäste mussten unheimlich lange warten, bis es wieder wie gewohnt losging. Man strömte in Scharen auf die Rheinwiesen. Wo ist was? Erste Ziele wurden festgelegt. Die Erinnerung an gewisse Lieblingsfahrgeschäfte wurden wach. Man zog als Familie über den Platz oder erlebt als junger Teenie mit FreundInnen erstmals allein und ohne Eltern den Rummel. Vorher wird sich in Düsseldorf ordentlich gestylt, die Jung cool, die Mädels bauchfrei. Jede große Kirmes ist stets ein wichtiger Treffpunkt der Jugend. Es sind aber auch viele alte Hasen zu sehen, die sich in der „Alpinabahn“ den Fahrtwind um die Nase wehen lassen. Die Hände in die Luft und einfach nur fliegen. Das gilt auch für den „Hangover“, 85 m über dem Boden und in zwei Sekunden wieder unten. Oben soll man allerdings sogar den Kölner Dom sehen können. Das Kettenkarussell „Bavaria Tower“ ist mit seinen 73 m Höhe ebenfalls nichts für Angsthasen, wie auch der Looping des „Infinity. Wer es schnell und hoch mag, der kommt auf seine Kosten.

Zu erleben sind natürlich eine Geisterbahn, diverse Laufgeschäfte für Familien und das Riesenrad „Bellevue“, welches demnächst leider nicht auf Crange zu sehen sein wird. Die Wildwasserbahn „Auf Manitus Spuren“ sorgt für Erfrischung. Man wird auch hier und da nett durcheinander gewirbelt, wie bei wilden Ritten auf „Ghost Rider“, „Escape“, „Big Monster“, „Predator“ oder Shake 'n' Roll“. Losbuden locken besonders weibliche Gäste mit niedlichen Faultieren oder Quallen. Verhungern muss man ebenfalls nicht. Leckere Sachen verwöhnen den Kirmesgaumen.

Wichtig ist stets die Optik der Schaustellergeschäfte. Viele Anbieter haben die Pause genutzt, um ihre Buden und Fahrgeschäfte noch attraktiver zu gestalten. Hier eine schönere Grafik und da noch ein paar LEDs mehr. Man muss etwas tun, um aus der Masse hervorzustechen. Die Konkurrenz auf den großen Kirmesplätzen ist riesig. Nur die Boxbude bleibt stets die alte. Kirmesboxen zieht noch immer viele BesucherInnen an. Auffällig sind die neuen Züge der „Alpinabahn“, die abends richtig gut zur Geltung kommen. Der Stromverbrauch wird enorm sein. Klimaneutralität ist hier ein Fremdwort. Hier steht der Spaß im Vordergrund und man ist wohl auch nicht so unglücklich über die sowieso nicht aufzuhaltende Dürre, denn Regentage sind bekanntlich nicht gut für das Geschäft. Die sind aber zum Glück nicht in Sicht. Einfach mal raus aus dem durch ständig negative Nachrichten geprägten Alltag. Trotz allgemein steigender Preise wird auf der Rheinkirmes für ein paar Stunden mal nicht auf Geld geschaut. Man genießt die Atmosphäre und taucht ab in eine andere Welt.

Noch ein Wort zu den Preisen. Etwas haben sie schon angezogen, allerdings nicht so extrem, wie befürchtet. Einige sind auch bei ihren alten Preisen geblieben, obwohl die Kosten gestiegen sind. Man muss die Augen offen haben und für sich selbst entscheiden, was persönlich unverzichtbar ist. Dem Spaß sind keine Grenzen gesetzt.

Ein Phänomen ist auch in Düsseldorf zu erleben. Ist ein Song auf einer sogenannten Schwarzen Liste, so wird er besonders gerne gespielt. Bei „Layla“ ist das auf der Rheinkirmes nicht anders. Man hört ihn an vielen Ecken. Die Diskussion ist die beste PR für die Produzenten.

Datum: 16. Juli 2022

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