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Theaterfest zur Spielzeiteröffnung 2022/2023 im Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen
Das Musiktheater im Revier (MiR) läutete mit einem Theaterfest die neue Spielzeit 2022/23 ein. Im Haus und auch auf dem Vorplatz war jede Menge los.

Schon die wunderbare Architektur zieht einen hinein. Der bereits 1959 errichte Theaterbau ist mit seiner riesigen Glasfassade heute noch so zeitlos schön. Oben im Foyer glänzt das Haus mit tollen Wandarbeiten von Yves Klein. Der Rahmen stimmte also. Musikalisch stellten sich die MiR Dance Company und einige Gesangskünstler vor. Es gab Kaffee und Kuchen und auch ein Quiz.

Beim Rundgang durch die Werkstätten ließ sich hinter den Kulissen auf eigene Faust viel entdecken. Die Damen und Herrenschneider in der vierten Etage hatten Beispiele ihrer Schneiderkunst ausgestellt. Die Kreationen werden nach den Vorgaben der Regie gearbeitet. Dabei stehen die Kosten im Mittelpunkt. Zunächst schaut man, ob man nicht noch ein ehemaliges Stück umarbeiten kann. Ist das nicht der Fall, so muss es neu angefertigt werden. Teilweise verwendet man richtig gute Stoffe. Die Dampfbügler sind besonders heiß, um Stoffe zu formen. Manchmal muss auch professionell getrickst werden. Einige Teile benötigen besonders viel Kreativität. Für einen Rock aus Schlangen nimmt man einfachen Bauschaum aus dem Baumarkt, wo man Stammkunde ist. Etwas Stoff drüber und bemalt, fertig ist die Schlange. Beim weiteren Rundgang durch die hinteren Kulissen erlebte man im Rahmen eines Gewinnspiels Stationen, die kommende Premieren optisch andeuteten.

Die Abendshow im großen Saal war ein Potpourri unter dem Motto „Alles kann, nichts muss“. Hier konnte man ein 9-Euro-Ticket erwerben, ein Schnäppchen. Mitglieder des Ensembles durften an diesem Abend mal aus ihrer Rolle fallen, begleitet von einer tollen Live-Band. Welche Songs möchte man als ausgebildeter Opernsänger mal öffentlich darbieten? Mit dabei waren Hits von MusikerInnen wie Elvis, One Republic, Manhattan Transfer, David Bowie, Glen Miller, Ina Regen, Alannah Myles oder Madonna. Endlich durften sie mal ihre Lieblingslieder singen. Es wurde gerne gerockt. Der Hit des Abends war jedoch ein Song von einem Musiker, den man im MiR so gar nicht erwartet. Wolle Petry, mit schwarzer Perücke und zahlreichen Freundschaftsbändchen, sorgte für echte Partystimmung. Als einzige Zugabe gab es „Wahnsinn“ noch einmal zu hören. Selbst Ex-OB Frank Baranowski, ein Stammgast im MiR, ging mit einem Schmunzeln nach Hause.

Datum: 28. August 2022

www.musiktheater-im-revier.de