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Reisetipp: Klimahaus Bremerhaven 8° Ost
Das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost präsentiert hoch im Norden, auf 11.500 qm Ausstellungsfläche, eine spannende Reise durch die Klimazonen entlang eines einzigen Längengrads, von den Tropen bis ins ewige Eis.

Seit der Eröffnung im Jahr 2009 sind über 5,5 Mio. Menschen auf eine Reise gegangen, die so nur wenige Reisende planen. Von der Schweiz geht es über Sardinien, den Niger, Kamerun, die Antarktis, Samoa und Alaska, bis zur Hallig Langeness und zurück nach Bremerhaven. Man trifft auf verschiedene Kulturen, Sitten und erlebt den jeweiligen Lebensalltag der Menschen, die alle mit dem sich wandelnden Klima auf der Erde zurechtfinden müssen. In einem ersten Einführungsfilm wird schon deutlich, dass die Natur über unser Leben bestimmt. Wir können uns den Gegebenheiten nur demütig anpassen. Um das Klima nicht sehr zu belasten hat man schon bei der energetischen Konzeption des futuristisch wirkenden Hauses höchste Maßstäbe angesetzt. Als Besucher hinterlässt man so kaum einen Fußabdruck.

An jeder Station gibt es eine oder mehrere Personen, die als Protagonisten ihres Standorts von ihrer Heimat berichten. Wie leben sie? Welche kulturellen Traditionen gibt es? Wie ist das Klima? Die Regionen sind so unterschiedlich, inhaltlich, aber auch optisch gestaltet. Selbst die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit sind den Stationen nachempfunden.

Die Schweiz steht für Berge, Kuhglocken, aber auch für schmelzende Gletscher und Steinschlag durch den auftauenden Permafrost. Hier wird mächtig gekraxelt, bis hinauf zum Gipfelkreuz. Auf Sardinien herrscht oft große Trockenheit, mit der die Menschen leben müssen. Schon der kleinste Funkenflug löst riesige Waldbrände aus. Flamingos leben in großen Kolonien auf Sardinien. Im Niger leben die Tuareg umgeben von der Sahara. Das WC ist hier hinter der nächsten Düne und das Klopapier wird verbrannt. Hauptsächlich ernährt man sich von Milchprodukten. Der Niger wird sehr atmosphärisch nachempfunden. Man verspürt sehr viel Respekt gegenüber der Bevölkerung. In Kamerun spielt der Korup-Nationalpark eine wichtige Rolle. Er ist unter Schutz gestellt und so der Holzindustrie entzogen. Man stellt kunstvolle Stauen und Masken her und geduscht wird im Regen. Während man früher nur für den eigenen Bedarf jagte, wird der Wald heute leider zu stark bejagt. Bushmeat ist gefragt. Im Klimahaus erlebt man eine wunderschöne Wasserlandschaft mit begehbarer Brücke.

Einen Klimaschock erlebt der Besucher in der Antarktis. Tatsächlich findet man hier echtes Eis und erlebt Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Wie ist so eine Forschungsstation im Eis aufgebaut und wie vertreibt man sich dort die Freizeit? Was lässt sich aus polaren Eiskernen alles herauslesen? Anschließend steigt man hinauf in den Himmel, wo schon die Engelchen und ein glitzernder Sternenhimmel warten. Wieder unten auf Samoa erfährt man, dass das Paradies gar keines mehr ist. Westliche Einflüsse stehen im Konflikt mit der traditionellen Kultur. Mit den Müllbergen weiß man nicht umzugehen. Im sehr schönen Aquariums lässt sich sehr entspannt die bunt schillernde Welt der tropischen Fische beobachten. Auch in Alaska sind es oft westliche Einflüsse, die der Gesellschaft Probleme bereiten. Das Eis schmilzt und alte Eisrouten brechen weg. Auf der Hallig Langeness hingegen sorgt das schmelzende Eis für einen steigenden Meeresspiegel. So hängen Gebiete indirekt zusammen, die Tausende Kilometer entfernt liegen.

Neben Informationen zu Kultur und Lebensalltag sind in fast jedem Bereich auch typische Tiere oder Pflanzen zu erleben. Das Klimahaus ist klasse konzipiert und erfordert mindestens drei Stunden Zeit, eher mehr.

Datum: 23. Juli 2021

www.klimahaus-bremerhaven.de