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Ausstellung 'Andreas Gursky' im Museum Küppersmühle in Duisburg
Das Museum Küppersmühle (MKM) am Duisburger Innenhafen zeigt in der sehenswerten Ausstellung „Andreas Gursky“ 60 bekannte und unbekannte Werke des gleichnamigen Künstlers.

Gursky ist nicht nur ein Name ich der Welt der Fotografie, er gehört auch zu den Fotografen, die mit die größten Formate wählen. So eignet sich das MKM besonders für solch eine Präsentation. Es ist aber eine gute Mischung aus kleinformatigen Frühwerken und neueren Motiven. Gursky wuchs im Norden von Düsseldorf und kennt somit Duisburg und das Ruhrgebiet sehr gut. Hier fand er seine ersten Motive, die schon damals außergewöhnlich waren, obwohl er eigentlich nie Fotokünstler werden wollte. Sein Vater war Werbefotograf, was ihn offenbar abschreckte. Aus Mangel an Ideen studierte er an der Folkwang Hochschule Fotografie und wurde später zum gehypten Star der Branche.

Meistens verbindet man ihn mit digitalen Fotos, die per Bildbearbeitung zusammengefügt werden. So arbeitet er durchaus noch, doch gibt es auch Arbeiten, die kaum bis gar nicht bearbeitet sind. Der graue Teppich in der Kunsthalle Düsseldorf oder die Struktur eines Feldweges im Schein eines Autoscheinwerfers gehören dazu. Es können auch einfache Schnappschüsse mit dem Handy sein, wenn das Motiv für ihn ein wichtiges Bild ist. Architektur und Struktur sind häufig Grundzüge seiner Arbeiten, die im Nachhinein auch ökologische, wirtschaftliche oder politische Aussagen beinhalten. So hinterfragt er mit seinem Kreuzfahrtschiff, das sich im Bau befindet, ob diese Branche noch eine Zukunft hat. Ist es eventuell das letzte seiner Art? Machtstrukturen wirtschaftlicher Art dokumentiert er mit dem Fotos aus der Apple-Zentrale. Politisch steht der Zeiger der Regierenden auf 5 vor 12, während sie nach einer Lösung suchen und die Köpfe zusammenstecken. Der Rhein, umgeben von gelben, verdörrten Ufern, symbolisiert den Klimawandel und seine Auswirkungen.

Die Ausstellung zeigt schön die Entwicklung der Motive und der Arbeitsweise, mit Bezug zur Region. Der Rhein ist genauso zu erleben wie die Zeche. Auf einige sehr bekannte Werke hat Gursky bewusst verzichtet, um auch mal andere Arbeiten zu präsentieren.

Laufzeit: 9. September 2021 bis 30. Januar 2022