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Konzert von Mrs. Greenbird im Bollwerk 107 in Moers
Im Rahmen der Terrassenkultur-Konzerte im Bollwerk 107 spielten Mrs. Greenbird ein feines und sehr atmosphärisches Open-Air-Konzert in Moers. Auch eine gefühlte Eiszeit Ende Mai konnte über hundert bibbernde Gäste nicht von einem Besuch abhalten. Man lauschte gerne den schönen Klängen.

Mrs. Greenbird, das sind Sängerin Sarah Nücken und Gitarrist Steffen Brückner, die seit vielen Jahren sich bundesweit einen Namen erarbeitet haben. Die für Musiker recht frustrierende Pandemie haben sie für ein neues Album und den ersten Nachwuchs genutzt. Die Kleine wird bald ein Jahr alt und benötigt die absolute Aufmerksamkeit. Konzerte sind deshalb eher etwas seltener und im näheren Umkreis vom Wohnort Köln. Vor zwei Jahren heirateten sie, während sie die Flitterwochen in den letzten Tagen erst nachholten. Es hat sich viel geändert im Alltag der Band.

All die Veränderungen taten der Musik keinen Abbruch. Sarahs außerordentliche Stimme ist nach wie vor sehr interessant und prägnant, perfekt für ihren Musikstil, ein Mix aus Folk, Country, Pop und Americana. In Nashville haben sie 2014 ihr Album „Postcards“ aufgenommen. Steffen Brückner liebt seine Gitarren. Der Meister an den Saiten harmoniert aber auch gesanglich sehr gut mit Sarah. An der E-Gitarre war an diesem Abend Edin mit dabei, ein befreundeter Musiker aus Köln. Gemeinsam verwandelten sie den Vorhof vom Bollwerk 107, eine „Wildnis“ mitten in der Stadt, in eine sehr atmosphärische Konzertbühne. Zwischendurch gaben auch die Krähen ihren lauten Senf dazu, ungeplant düstere Elemente eines sympathischen Konzertabends.

Die Songauswahl spannte sich von den ersten gemeinsamen Anfängen, bis hin zum neuen Album. Gut 10 Songs plus einige Zugaben waren ein ausführliches Programm. Inhaltlich ging es um ihre Leidenschaft für Kaffee, das langfristige Verliebtsein, die Frage, ob früher alles besser war oder musikalische Postkarten aus Nashville. Sie selbst sind beide absolute Nachteulen mit Hamstergenen, was mit einem Kleinkind schwierig ist. Auch so ein Thema lässt sich in Tönen verarbeiten. Nicht geplant war es ihr sehr persönliches Hochzeitslied auch mal live und öffentlich zu spielen. Sie taten es trotzdem. Ein Highlight war auf jeden Fall das neuste Werk „How much is the Fish“, eine ganz eigene und wunderbare Coverversion eines bekannten Scooter-Hits. H. P. Baxxter hatte seine helle Freunde an dieser Version und gab ohne zu zögern ganz unkompliziert sein OK. Als letzte Zugabe spielten sie rein akustisch ein Schlaflied, mitten im Publikum. Besser hätten sie den fröstelnden, aber musikalisch erwärmenden Abend nicht beenden können.

Zu hören waren Songs wie „One day in June“, „Insomniac“, „1965“, „Postcards“, „One little heard“, „Let me borrow your shoes“, „It will never rain roses“, „Shibe, shine, shine“, „Shooting stars and Fairy tales“, „Love you to the bone“ oder „Midnight rose“.

Als Support überzeugte die Singer-Songwriterin Angelina Kalke, die 25jährige aus Düsseldorf konnte mit ihren eigenen Kompositionen gut beim Publikum punkten. Ihre Songs drehten sich vornehmlich um die Liebe.

Datum: 28. Mai 2022

www.mrsgreenbird.com
bollwerk107.de
www.youtube.com (Video „How much is the fish“)