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Multimedia-Show 'Van Gogh – The immersive Experience' im Technikum in Mülheim an der Ruhr
Einer der größten Maler der Kunstgeschichte präsentiert seine Werke in Mülheim an der Ruhr. „Van Gogh – The immersive Experience“ ist mit einer sehenswerten Multimedia-Show im Technikum auf dem ehemaligen Tengelmann-Gelände zu Gast.

Zu Lebzeiten hätte Van Gogh (1853-1890) es sich nicht träumen lassen, jemals so berühmt zu sein. Oft hatte er nicht einmal das Geld für Farbe und Leinwand. Sein Bruder half öfter mal aus. Sie schrieben sich hunderte Briefe. So elendig sein Leben oft war, umso farbiger war seine Welt auf der Leinwand. Kräftige Farbtöne und ein besonderer Farbauftrag machten ihn und seine Werke so einzigartig.

Zunächst läuft der Besucher durch einen Vorraum, wo sein Leben interessant dargestellt wird. Seine sechs teuersten Werke sowie andere wichtige Malereien hängen als Kopien an der Wand. Wie fand er seinen Stil? Die Natur war häufig sein Motiv, ob als Landschaft, Getreidefeld, als Sonnenblume, Schwertlilie oder als prall gefüllte Blumenvase. Er malte Krebse, aber auch sein Zimmer in Arles, welches sich als Nachbau in der Ausstellung befindet. Auch seine dunkle Zeit in Saint-Rémy-de-Provence wird angesprochen. Immer wieder waren auch Selbstportraits unter seinen Arbeiten. Die Farben der Nacht liebte er besonders. Das Licht spiegelte sich auf dem Wasser und die Sterne sind bei ihm vergrößerte Himmelskörper. Schon vorab bekommt man einen guten Einblick in sein Leben und Schaffen, ohne dass man Kunstexperte sein muss.

Durchschreitet man den Vorhang zur großen Halle, wird man zum Bestandteil seiner Werke, die auf die fünf Meter hohen Wände mit Beamern projiziert werden, der Boden inklusive. 35 Minuten geht die Multimedia-Show, die die vergrößerten Gemälde animiert präsentiert. Je nach Motiv erklingt der passende Soundtrack aus klassischer Musik und den entsprechenden Geräuschen der Situation. Zahlreiche Werke werden klein- oder großformatig in die Kollage eingefügt. Türen gehen auf und zu, Vögel fliegen herum, es regnet oder Wellen bahnen sich den Weg durch den Raum. Immer wieder gibt es kurze Ruhephasen, damit man die Großansichten der Gemälde betrachten kann. Sonnenblumen strahlen mit der Sonnen um die Wette und verblühen. Getreidefelder bewegen sich im Wind, ehe die nächtlichen Sterne funkeln. Am Ende zeigen seine überdimensionalen Selbstportraits den Meister persönlich. Die Multimedia-Show kann man sich so häufig ansehen, wie man möchte.

Im Anschluss betritt man einen Raum, in dem man selbst kreativ wird. Man schnappt sich eine Van-Gogh-Vorlage und ein Stifteset, übrigens zum Mitnehmen, und gestaltet die Malvorlage nach seinen Vorstellungen. Diese scannt man und anschließend erscheint das eigene Werk digital auf einer Leinwand.

Im nächsten Raum wartet eine VR-Experience, die allerdings drei Euro Aufpreis kostet. Ein Tag in Arles, lautet das Motto. Elf Minuten wandelt man mittels VR-Brille durch das alte Arles, mit Gehöften, Gassen, Bauern oder Tieren. Überall begegnen einem bestimmte Motive. An der Rhone leuchtet die Nacht. Man bekommt einen guten Eindruck, warum es Van Gogh in Arles zu besonders gefiel.

Laufzeit: 6. Oktober 2022 bis 15. Januar 2023

van-gogh-experience.com