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Komödie 'Das Schweigen der Frösche' im im Mondpalast Herne
Mit einer Sondervorstellung von „Das Schweigen der Frösche“ geht der Mondpalast wieder on air. Man ist wieder für seine Gäste da. Die erste Komödienvorstellung seit dem 16. März 2020 nutzte Prinzipal Christian Stratmann, um medizinischem Personal während der Pandemie Danke für ihre Arbeit zu sagen.

Eingeladen waren ausgewählte Mitarbeiter eines lokalen Herner Krankenhauses, eines Herner Impfzentrums und der Uniklinik Essen. Sie alle sollten mal einen schönen Abend mit vergnüglichem Volkstheater im Mondpalast haben. Als prominente Gäste waren u. a. Carina Gödecke (Vize-Landtagspräsidentin, SPD), der Herner Bürgermeister Dr. Dudda und der Leibarzt von Prinzipal Christian Stratmann im Saal. Ein besonderes Dankeschön richtete der Prinzipal in seiner Grußrede an das Ehepaar Pieper, bekannt durch eine Parfümeriekette. Es spendete dem Mondpalast eine größere Summe aus seinem Privatvermögen. Gerd Pieper und seine Frau waren natürlich im Saal. Wer weiß, ob es den Mondpalast ohne diese Hilfe heute noch geben würde. Zutritt hatten alle, die die 3Gs erfüllten. Man saß im Schachbrettmuster mit halber Belegung.

Mit „Das Schweigen der Frösche“ musste man 2020 in den Lockdown. Da war es logisch, dieses bisher wenig gespielte Stück beim Re-Start erneut aufzuführen. Alle Schauspieler sind vor einigen Wochen selbstverständlich auf der Bühne geimpft worden, wo auch sonst. Es geht um eskalierende Reaktionen von uns Menschen, dies sich hier an einem kleinen Laubfrosch entladen. Dieser Europäische Laubfrosch, der im Teich der Brockmeiers laut nach einem Weibchen schreit, ist tatsächlich geschützt. Man darf ihn weder fangen noch umsetzen. Das ist auch die menschengemachte Krux, warum ein vernünftiges Handeln in diesem Stück nicht machbar ist. Das Tier raubt im Innenhof den Nachbarn den Schlaf. Es kommt zum Konflikt mit den Brockmeiers, selbst ein Zaum muss her. Die Eskalation nimmt immer groteskere Formen an. Selbst Waffengewalt wird dem Tier angedroht, während andere froh sind, dass dieses vom Aussterben bedrohte Tier sich angesiedelt hat. Für Gerti Brockmeier fühlt es sich sogar an wie ein Kind. Sie hängt an ihrem „Zombie“, wie sie das Fröschlein nennt. Ihr stets gefeierter Auftritt im Froschkostüm ist es auch, der aufzeigt, wie absurd die Menschheit dem Untergang entgegen strebt. Während der Humor klar im Vordergrund steht, kommt die Gesellschaftskritik nicht zu kurz.

Eine kleine Kostprobe aus dem RevuePalast Ruhr, dem zweiten Theater von Prinzipal Christian Stratmann in Herten, läutete den Abend musikalisch ein. Michelle sang im eleganten Glitzerkostüm „Show must go on“ von Queen. Dem Ensemble vom Mondpalast merkte man zu Beginn die lange Pause ohne Publikum an. Das Timing der Dialoge und der Pointen musste erst wieder neu gefühlt und koordiniert werden. Proben und Vorstellungen mit Publikum fühlen sich auf der Bühne doch etwas an. Das Texttraining vor dem Spiegel im heimischen Schlafzimmer erzeugt kein echtes Feedback. Insgesamt machten es Susanne Fernkorn, Dominik Brünnig, Astrid Breidbach, Heiko Büscher, Silke Volkner, Axel Schönnenberg, Melanie Linka, Andreas Wunnenberg und Ekki Eumann aber gut. Der Funke sprang über und am Ende strahlten sie über die verdienten Standing Ovation des Publikums. Es war ein gutes Warm-up für die weiteren Vorstellungen.

Datum: 12. August 2021

www.mondpalast.com