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'Frankreichfest' 2022 in Düsseldorf
Wenn Düsseldorf feiert, dann strömen die Gäste zu Hunderttausenden. Bestens organisiert war das 20. „Frankreichfest“ 2022 entlang der Rheinpromenade. Kulinarische Spezialitäten und schicke Oldtimer prägten den Samstag bei allerbestem Wetter die Szenerie.

Frankreich verbindet man mit leckerem Essen, gutem Wein und der Freude am Leben. Die lange Meile der französischen Kulinarik war hervorragend besucht. Keine Bierzeltgarnitur war mehr frei. Ob Käse, Wein, Früchte, Nougat, Pilzspezialitäten, Gebäck oder sonstige Leckereien, die Stände hatten gut zu tun, trotz der nicht gerade günstigen Preise. Das Geld sitzt in Düsseldorf locker. Man ließ es sich gut gehen, genoss den herrlichen Sommertag und die reichhaltige Auswahl in der Regel mit Freunden, Familie oder Bekannten. Je später der Abend, desto voller wurde es.

Ein echter Höhepunkt des Samstags war die Ankunft der Teilnehmer der 19. „Tour de Düsseldorf“, einer Oldtimerrundfahrt mit alten Schätzchen aus französischer Produktion. Rund 150 waren dabei. Nach und nach trudelten die Old- und Youngtimer ab dem Mittag ein. Das älteste Fahrzeug war von 1924. Citroen, Peugeot und Renault dominierten das Feld der Fahrzeuge auf dem Burgplatz, dicht umlagert von begeisterten Besuchern. Ein roter Peugeot 203 mit Luxusausstattung gilt als einziges bekanntes Exemplar in Deutschland, von einem Düsseldorfer Ehepaar aus Nizza importiert. Ein Citroen SM von 1973 mit einem Maserati-Motor verbraucht 15-17 Liter in der Stadt. Auch ist ein Reserveölkanister im Motorraum ist nicht unwichtig. Vom Matra djaz V gibt es nur noch drei Fahrzeuge in Deutschland. Vorbesitzer war ein Sänger der Les Hamphies Singers. Die Kunststoffkarosse, der Mittelmotor und das Gewicht von 750 kg machen ihn ganz besonders interessant. Von einem R4 als seitlich offenes Cabrio wurden nur 500 Exemplare gebaut. Immer wieder schön sind die Renault Alpine. Zahlreiche „Enten“ und einige spannende Exoten vervollständigten das Teilnehmerfeld. Die BesitzerInnen berichteten gerne und stolz von ihren alten Schätzchen.

Auch sonst war die Stimmung auf der Rheinpromenade ausgezeichnet und friedlich. Die Schifffahrten wurden gut nachgefragt und die Rheinkirmes befand sich im Aufbau. Musik gab es ebenfalls, guter Live-Folk auf der Promenade oder Hymnen wie „Hotel California“ aus privaten Boxen sowie französische Bands auf dem Rathaushof. Der Sound stimmte.

Es war ein rundum gelungenes Event mit frankophilen Einflüssen und einem Sommertag wie aus dem Bilderbuch, nur der Sonnenuntergang ließ zu wünschen übrig. Manches lässt sich eben nicht planen. Karl Lauterbach und andere sehr medienaffine Virologen hätten übrigens ihre Freude gehabt, denn es wurde nicht selten sehr eng, doch das störte gut 99% der BesucherInnen überhaupt nicht. Man genoss das Leben wie die Franzosen in ihrem Heimatland, egal ob die Welt momentan voller Probleme ist. Vielleicht auch gerade deswegen.

Datum: 2. Juli 2022

www.duesseldorfer-frankreich-fest.de