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Messe 'Equitana' 2022 in der Messe Essen
Ein sehr wichtiger Standort der internationalen Reiterwelt ist in Essen. Die „Equitana“ feiert dieses Jahr 50jähriges Bestehen. In acht Messehallen finden Liebhaber nicht nur zahllose Vierbeiner, sondern auch alles was zum Reitsport dazu gehört, vom Hufkratzer bis zum Luxus-Pferdetransporter. Natürlich sind die vielen Live-Shows immer wieder Magneten für die Besucher.

Wenn die „Equitana“ ruft, dann kann man sicher sein, dass Besucher aus einem großen, bundesweiten Umkreis nach Essen strömen. Hier findet man für jede Frage und jedes Pferd die passende Antwort sowie das richtige Produkt. Das ist 2022 nicht anders. Zwar wird z.B. das Futter nicht neu erfunden, aber es gibt zahlreiche Anbieter, die darauf großen Wert legen, eine sehr gute Qualität in interessanten Mischungen zu präsentieren. Der Zusatz von Oreganoöl soll den Pferdeappetit besonders stimulieren. In Essen würde garantiert kein Pferd verhungern. Wie wichtig gesunde Ernährung für das Pferd ist zeigt die Tierarzt-Lehrschau, wo selbst erfahrene Reiter noch einige Dinge lernen können. Wie erkenne ich das Alter am Gebiss? Wann werden Sehnen überstrapaziert? Man findet sogar einen echten Pferdedarm und ein schlagendes Pferdeherz. So viel Platz vermutet man gar nicht in einem Pferdekörper. Die Tiergesundheit spiegelt sich auch in diversen Produkten wieder. Ein von ausgebildeten Ergonomen richtig gut angepasster Sattel kostet ab 3.000 Euro, in Kanada gefertigt. Das Geläuf der Tiere wird oftmals speziell angemischt, biologisch wertvoll und nachhaltig. Vibrationsplatten lockern und entspannen die Muskeln und verbessern ganz legal die Durchblutung. Aus recyceltem Plastikgranulat werden heute praktische Weidezäune gefertigt. Spätestens im noblen Pferdewohnmobil für über 50.000 Euro lässt es sich schließlich entspannt reisen. Reiten ist ist wahrlich kein günstiger Sport und eine tiefe Wissenschaft für echte Pferdeliebhaber.

Wie immer beliebt sind die Showboxen in vielen Hallen, in denen ein vielfältiges Programm geboten wird. Kaum eine der bekannten und beliebten Pferderassen, vom Islandpferd bis zum Welsh-Pony ist nahezu alles vor Ort und nicht selten die echten Models auf vier Beinen. Eine Ausnahme bildet hier ein sehr sensibles Maultier, das nur etwas für erfahrene Reiter ist. Auch die Bundeswehr ist vor Ort. In gebirgigen Gegenden, wo der Nachschub nur ohne motorisierte Fahrzeuge möglich ist, werden Haflinger und Maultiere eingesetzt. Letztere tragen bis zu 120 kg auf maximal 40 cm engen Pfaden, auch durch bis zu 80 cm hohen Schnee. Diese Soldaten sind echte Spezialisten, die u. a. auch in Afghanistan im Einsatz waren. Es gibt Einblicke beim Westernreiten oder Tipps für das Horsemanship, den fairen Umgang zwischen Mensch und Tier. Eine Fachfrau sagte es sehr treffend. Irgendwann vor 7.000 Jahren hat der Mensch die Pferde domestiziert. Trotz Digitalisierung, KI oder sonstigen Veränderungen in unserem Lebensumfeld ist es stets ein nicht sonderlich intelligentes Pferd geblieben und völlig aus der Zeit gefallen. Das macht es heute so anziehend. Selbst erst drei Tage junge Pferde beherrschen bereits alle Grundlagen. Probleme gibt es nur, wenn der Mensch die Tiere nicht versteht oder ihnen nicht vernünftig vermitteln kann, was er von ihnen möchte. So lässt sich die Liebe zum Pferd durchaus passend zusammenfassen. Der jüngsten Generation der Besucher sind solche Aspekte allerdings noch egal. Sie können hier erstmals in ihren jungen Leben auf einem geführten Pony sitzen und einen sich bewegenden Pferderücken spüren. Das prägt.

Das Highlight der „Eqitana“ ist die große Showhalle mit der riesigen Bühne und großzügigen Tribünen. Verschiedene Wettbewerbe stehen hier auf dem Programm. Aus 25 Rindern wurde beim Cutting jeweils eines von der Herde separiert. Als Reiter muss man hier sehr reaktionsschnell sein und einen guten Blick für die passenden Rinder haben. Bei diesen Wettbewerben werden in den USA jährlich über 930 Mio. Dollar verdient. Junge Talente bekommen in der Showhalle extrem wertvolle Tipps von erfahrenen Profis, die genau hinsehen und sofort Fehler versuchen zu korrigieren. Wie sollte ein leichter Trab oder die perfekte Traversale in der Dressur aussehen? Das Pferd muss unter der Hand der Reiter wohlfühlen sowie möglichst wenig schwitzen, nur dann bringt es Top-Leistungen. Bei der Working Equitation kommt es auf Geschick, Vertrauen und auch Tempo an. In der höchsten Klasse wird einhändig geritten.

Laufzeit: 7. bis 13. April 2022

www.equitana.com