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Kunstmesse 'Photo/Media Art Fair“ der Kunstmesse C.A.R.' 2022 auf dem Welterbe Zollverein in Essen
Die „Photo/Media Art Fair“ der Kunstmesse C.A.R. auf dem Gelände des Welterbe Zollverein hatte einige sehr interessante Positionen zu bieten.

Die Hallen 5, 6 und 12 waren Ort der Kunstmesse, die sich um die Themenschwerpunkte Fotografie, Installationen, Licht- und Videokunst sowie 3-D-Druck und VR-Kunst drehte. Galerien, Verbände oder Einzelkünstler waren vor Ort, um ihren Schaffensprozess zu erklären. Manchmal waren die wichtigen Hintergrundprozesse auch nur so zu verstehen.

Fotografien im Retro-Look präsentierte Peter Odefey. Dabei mixt er die verschiedenen Jahrzehnte so geschickt, dass man genau hinsehen muss. Ob der alte Rennwagen vor Schloss Dyck oder die Frauenpose im Oldtimer, seine Fotos haben den Charme der Geschichte. Die Installtionen aus Strumpfhosen auf Stahl waren Werke von Monika Ortmann im Innen- und Außenbreich. Siegfried Steins hat sich auf Architektur spezialisiert, mit Motiven aus der Region, aber auch auch dem Ausland. Sie wirken stets leicht überzeichnet.

Ein besonderer Bereich waren die Portraitarbeiten des Deutschen Kinderverein e.V. aus Essen. Bekannte und unbekannte Gesichter, die gegen Kindesmissbrauch aktiv einstehen, wurden vom Fotografen Carsten Sander stilvoll in Szene gesetzt, darunter Udo Lindenberg oder diverse SchauspielerInnen. Die Ausstellung wandert und kann von interessierten Institutionen angefragt werden. Fabian Lehmann arbeitet völlig anders. Er nimmt Screenshots aus alten Counter Strike-Videospielen, fertigt sie im 3-D-Druck und gießt sie in Gips. Die Quelle wird extrem verfremdet.

Anja Behrens liebt nicht nur Rennsportmotive, sondern widmet sich auch ganz ruhig norwegischen Fjorden. Markus Kaesler ist ein Weltreisender in Sachen Fotografie. Manchmal bildet er sogar 6.000 Reisekilometer mit seiner Camera Oscura in einem Bild ab. Bei ihm steht die Fragestellung am Anfang. Anschließend belichtet er das gleiche Motiv unterschiedlich und collagiert seine fotografischen Objekte mit Hilfe der Gelatine der Filme. Wolfgang Kleinöder ist ehemaliger Lehrer. Er arbeitet mit Bild und Schrift. Gesellschaftliche Missstände prangen auf leeren Geschäftsfassaden oder das Grundgesetz wird zeitgemäß ergänzt. Auch aus dem Duden gefallene Worte bekommen ein würdiges Begräbnis.

Philipp Quast, Student an der Muthesuis Kunsthochschule Kiel arbeitet mit der VR-Technik. Eine Raum des ehemaligen Marinekrankenhauses in Kiel baute er nach langen Recherchen historisch genau nach. So versetzt sich der Nutzer in die Zeit vor ca. 100 Jahren. Diese Technik ist für die Darstellung von historischen Gebäuden sehr zukunftsweisend.

Datum: 5. bis 7. August 2022