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Konzert von Annett Lousian in der Tonhalle in Düsseldorf
Annett Louisan ist zurück auf der Bühne. Nach drei ungefähr drei Jahren konnte ihr Konzert in der Tonhalle in Düsseldorf stattfinden. Es war ein wundervoller Konzertabend mit einer großen Künstlerin und ihrer klasse Band.

Sie ist schon eine besondere Künstlerin, ausgestattet mit einer ganz besonders unverwechselbaren Stimme, jeder Menge Gefühl, guten Humor und der Fähigkeit, auch die leisen Töne zu beherrschen. Laut kann bekanntlich jeder. Mitgebracht hatte sie alte und neuere Songs. Zu hören gab es sogar Stücke, die während der Pandemie entstanden sind und erst auf ihrem kommenden Album zu hören sind. Sie wurden sehr gut aufgenommen. Überhaupt hat sie die letzten zwei Jahre sehr viel Musik gehört. Dabei hat sie ihren Humor nicht verloren. Klein ist sie und das vertont sie sogar in einem Song. Dann huscht man eben in der Menge unten durch. Liebe und andere Genüsse sind ihr weiterhin nicht fremd. Die Liebe zieht sich durch ihr Programm. „Kleine Liebe, große Liebe“ oder „Einfach Zweisam“ sind nur zwei Beispiele. Das menschliche Miteinander wird stets besonders betont. Dabei kommen ihr die leisen Töne besonders zugute, wie auch, wenn sie ihr eigenes Leben und Schaffen in einem Song Revue passieren lässt, ihre Art eines My Way mit völlig anderen Tönen. Was den flüssigen Genuss auf der Bühne betrifft, so sie, neben Wasser, von Prossecco auf Champagner umgestiegen. Das machte nicht nur geschmeidig, sondern auch locker, als mal Funkstörungen ihres Mikrofons zu ungewollten Signalen wurden. Das Publikum stimmte einige Minuten lang den Song ein, sie spazierte durch die Gäste und die Techniker hatten die Störung schnell im Griff. Davon lässt sie sich nicht aus der Ruhe bringen.

Erstmals hat sie sogar einen Song für eine Fernsehserie geschrieben, die demnächst im ZDF läuft. Sie heißt „Wendehammer“ und ihr Song „Blutschwestern“. Es gab viel Applaus für diese Kreation. Auch der Tod spielt bei ihr in „Ende Dezember“ eine musikalische Rolle. Weitere Songs im Programm waren u. a. „Das alles wäre nie passiert“, „Drück die 1“, „Das Spiel“, „Hallo Julia“, „Two Shades of Thorsten“ oder „Schnappi“.

Was wäre Annett Louisan ohne ihre fantastische fünfköpfige Band. Die fünf reifen Jungs sind ein Genuss für jedes Ohr. Ob Chanson, Blues, jazzige Klänge, Folk, leichte Elemente des Rock oder Pop, nicht Annett Louisan beherrscht die breite Palette, sondern auch ihre Band. Zwischendurch vernahm man mal ein Akkordeon oder ein Cello.

Als Gast hatte sie Tristan Brusch eingeladen, ein sehr guter Singer-Songwriter, mit dem sie sich musikalisch und persönlich gut versteht. Man hat auch bereits einige Songs gemeinsam komponiert. Als sehr ungewöhnlicher Support durfte ihr außergewöhnlich guter Pianist Michael Geldreich mit einer Eigenkomposition ran. Auch hier stimmte die Harmonie.

Es waren einzigartig klasse Musiker, mit denen sie die akustisch und architektonisch wunderbare füllte. Poesie, Humor und Charme kamen ebenso nicht zu kurz, wie alltägliche Beobachtungen und Kuriositäten. Es war ein völlig entspannter Konzertabend mit wunderbaren Tönen und einer klasse Atmosphäre.

Datum: 10. April 2022

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