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Theaterfest zur Spielzeiteröffnung 2022/2023 im Aalto Theater in Essen
Die TUP in Essen feierte einen gelungenen Spielzeitauftakt der Spielzeit 2022/2023 im Aalto Theater und in der Philharmonie. Zahlreiche BesucherInnen nutzen die Gelegenheit, spannende Blick vor und hinter die Kulissen zu werfen.

Es war ein üppiges Programm für die ganze Familie. Ein Programmpunkt jagte den nächsten. Hier ein Kinderkonzert, da ein Balletttraining, und irgendwo vielleicht ein Theaterworkshop, jeder fand hier seine Interessen. Besonders schnell waren die Zählkarten für die Führungen weg. Christian Komorowski, Leiter der Statisterie, übernahm eine Architekturführung. Selbst als häufiger Besucher des Hauses hat man hier Neues gelernt. Das Haus umfasst 6.500 qm Bruttofläche. Mit dem Saal sind es 60% öffentliche Bereiche. Vom niederschwelligen Eingang bis in in den wunderbar gestalteten Saal führte der Weg. Nur zwei Kunstwerke findet man. Die Besucher sollen als lebendige Skulpturen das Haus mit Leben füllen. Architekt Alvar Aalto wollte es so. Die Fassade ist aus Granit, geplant war mal Marmor. Die Luftverhältnisse ließen es Mitte der 80er Jahre nicht zu. Stilistisch ist das Theater eine Mischung aus Natur und Kunst. Vor der Cafeteria war ursprünglich ein See geplant, der wegen der darunter befindlichen Stadtbahn entfallen musste. 1.120 Gäste haben Platz. Die Sitze sind Klimaspender und akustischer Schallschlucker zugleich. Alles in Saal und Foyer stammt aus der Hand des Architekten, nur die Buffettheke im Foyer ist ein nachträglicher Fremdkörper, jedoch nötig. Man muss auf die vielen Details achten.

Zählkarten gab es ebenfalls für Spezialbereiche. Hier waren die Plastiker, Schlosser oder Theatermaler die Gastgeber. Als Theaterhandwerker muss man durchaus Kenntnisse von 3D-Programmen vorweisen. Ganze Bühnenbilder werden so entworfen. Die Theatermaler waren während des Lockdowns etwas traurig, dass einige Premieren entfielen, denn ihre Motivation ist es, ihr Werk vor Publikum auf der Bühne zu erleben. Bis zu 40 x 12 m große Arbeiten haben sie schon erschaffen. Sie arbeiten mit stark verdünnter Abtönfarbe. Plastiker verwenden speziellen Styropor, Gummimilch oder Kombinationen aus verschiedenen Werkstoffen. Jedenfalls ist immer viel Phantasie und künstlerisches Geschick gefragt.

Die Künstler boten ein spannendes Programm. Das Ballett lockte mit Einblicken in „Giselle“ und „Rock around Barock“. Ein Kammerorchester spielte in der Cafeteria Walzerklänge zum Mittanzen und die Premiere von „Aufbruch – A Merry Odyssey“ war großartig. Der künstlerische Weg dieses Stücks führte durch das Haus, in Bereiche, die man so selten sieht.

Auch im angrenzenden Stadtgarten wurde das Programm sehr gut angenommen. Auf einer Bühne gab es Musik oder ein Quiz mit Fragen rund um das Haus.

Datum: 27. August 2022

www.theater-essen.de