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Tanzabend 'Move! 2024' im Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen
Der Tanzchoreografie „Move! 2024“ am Musiktheater im Revier beschäftigt sich dieses Jahr mit dem Thema Depressionen. Die Tanzprofis des Hauses und SchülerInnen aus Gelsenkirchen haben den Stoff sehenswert umgesetzt.

Zum Ende der Spielzeit steht jedes Jahr das gemeinsame Tanzprojekt „Move!“ auf der MiR-Bühne im großen Haus. Profis und ambitionierte Amateure aus Gelsenkirchener Schulen erarbeiten gemeinsam eine Choreo. Dieses Mal hat man erstmals ein Thema gewählt. Der Wunsch der SchülerInnen ist durchaus ungewöhnlich. Depressionen sind in allen Medien vertreten, betreffen Jung und Alt. Es ist aber sehr erstaunlich, dass Schüler in so jungen Jahren bereits so reflektiert sind. Während der Coronapandemie entstand die Idee. Beteiligt sind neben der MiR Dance Company die Hansaschule, die Gesamtschule Berger Feld, die Ev. Gesamtschule Bismarck, das Ricarda-Huch-Gymnasium, die Gesamtschule Ückendorf sowie die Tanz-AG am MiR. Choreografiert haben Bianca Pulungan, Marika Carena und die TänzerInnen der MiR Dance Company.

Was sind eigentlich Depressionen? Die Körpersprache der Akteure spricht eine klare Sprache. Niedergeschlagenheit, Traurigkeit, Antriebslosigkeit, Einsamkeit und kaum eine Aussicht auf einen Ausweg werden gut dargestellt, stumme Schreie. Die dunklen Kostüme unterstreichen die dunkle Stimmung im Kopf. Das Mädchen (Lydia Venhoff/Tanz-AG am MiR) ist passend darstellt, im freien Tanzstil und auch mimisch. Ihre Kindheit und ihre Zukunft werden durch Karla Wichmann und Zsófia Safranka-Peti dargeboten. Die Tanz-AG am MiR kann hier mal zeigen, was sie unter Anleitung von Profis bereits gelernt hat. So eine Hauptrolle ist nicht einfach zu tanzen, auch wenn häufig ein Profi der MiR Dance Company mit auf der Bühne steht. Die Therapeutin tanzt Marie-Louise Hertog. Sie gibt den jungen Akteuren zusätzliche Sicherheit, ist oft mitten im Geschehen oder beobachtet vom Rand der Bühne. Bei bestimmten Szenen bestimmt sie den Ablauf ganz direkt, zeigt auch ihr Können.

Die Leere im Kopf ist keine Krankheit, die sich einfach ins Positive drehen lässt, man muss lernen mit ihr umzugehen. Es gibt Szenen, die sich sich mit den verschiedensten Phasen. Wie war die Kindheit? Kann eine Gesprächstherapie helfen? Wie gewinnt man Selbstvertrauen und einen positiven Blick in die Zukunft? Tänzerisch ist das gut umgesetzt, wobei auch das Bühnenbild zu beträgt, eher dunkel, aber auch ergänzt durch farbiges Licht. Zwischendurch werden Stichworte auf einen Vorhang projiziert und mittels Audio das Thema vertieft.

Der Abend bringt die Gäste durchaus zum Nachdenken, schließlich kann es jeden von uns erwischen, ohne dass wir es heute ahnen.

Datum: 27. Juni 2024

www.musiktheater-im-revier.de

Tanzabend 'Move! 2024' im Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen, Foto: Pedro Malinowski

Tanzabend 'Move! 2024' im Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen

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