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Reisetipp 'Industriekultur in Leipzig' - Attraktionen außerhalb der Industriekultur
Was hat Leipzig denn außer spannender Industriekultur sonst noch so bieten? Jede Menge! Ein Wochenende reicht lediglich einen kleinen Überblick einiger Attraktionen.

Das meiste Sehenswerte ist sehr kompakt innerhalb des innerstädtischen Rings oder nur wenige Minuten außerhalb zu erleben, und das alles zu Fuß. Man muss lediglich auf die vielen Radfahrer aufpassen. Leipzig ist eine Fahrradstadt mit vielen gut ausgebauten Radwegen. Sie hat außerdem das zweitgrößte Straßenbahnnetz Deutschlands, nach Berlin. Das sehr gute Verkehrskonzept ist stimmig und bietet eine Altstadt zum Flanieren und Feiern, ohne typische Mallorca- oder Ischgl-Touristen. Die möchte man auch nicht haben. In Leipzig genießt man seine Zeit gesittet, egal ob die vielen jungen Leute, die Familien oder die Senioren. Leipzig ist für jede Altersgruppe attraktiv.

Man fühlt sich sehr willkommen. Die Menschen sind sehr freundlich, kommunikativ, gut zugänglich und offen wie im Ruhrgebiet. Man versteht sich prima. Nur der Slang klingt etwas anders, was aber keine Probleme bereitet. Die slawischen Einflüsse des Sächsischen geben dem Dialekt eine eigene Note.

Auffällig ist, wie herausgeputzt und gepflegt sich Leipzig präsentiert. Das viele Geld aus dem Westen ist das Eine, was man aber aus der wertvollen und reichhaltigen Patina der Stadt macht ist entscheidend. Die Stadt Leipzig hat offenbar sehr clevere Stadtplaner mit einem ausgezeichneten Gespür dafür, wie man Projekte gestaltet. Entsprechend haben sich viele schöne Geschäfte angesiedelt. Einkaufen oder irgendwo gemütlich einkehren kann man in Leipzig sehr gut. Der Leerstand von Ladenlokalen in der City ist nahezu bei Null. Zu empfehlen ist stets ein neugieriger Blick in die oft sehr atmosphärisch ansprechenden Innenhöfe mit guter Gastronomie.

Kultur und Architektur findet man in der Innenstadt an wirklich jeder Ecke. Zahlreiche Museen, wie das Museum der bildenden Künste, das stadtgeschichtliche Museum, das Bach Museum oder das Stasi-Museum Runde Ecke, überall findet der Besucher spannende Eindrücke. Der Augustusplatz mit Oper, Gewandhaus, einem Brunnen und der Universität ist wunderschön. Imposant sind das Neue Rathaus, das Schauspielhaus, die Leipziger Stadtbibliothek oder das Bundesverwaltungsgericht. Auch die Thomaskirche und die Nicolaikirche sollte man gesehen haben. Mit etwas Glück erklingt sogar die Orgel. Selbstverständlich ist das monumentale Völklerschlachtdenkmal ein möglicher Programmpunkt, wie auch der Botanische Garten.

Ein kleiner, aber nicht unwichtiger Ort, ist in der Arndtstraße 48, ein großes grau-grünes Tor. Hier wurden zwischen 1960 und 1981 insgesamt 64 Menschen durch den Henker hingerichtet. Die DDR war eines der letzten sozialistischen Länder, die die Todesstrafe 1987 abgeschafft hat. Kaum ein DDR-Bürger wusste bis dahin etwas davon. Leipzig war die zentrale Hinrichtungsstätte der DDR.

Mit der Leipzig-Card fährt man übrigens frei mit dem ÖPNV und hat zahlreiche Ermäßigungen bei vielen Attraktionen.

Datum: 10 bis 12. Juli 2020

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