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Reisetipp 'Industriekultur in Leipzig' - Ausstellung 'Das Auge des Fotografen' im Museum für Druckkunst
Mit der sehenswerten Ausstellung "Das Auge des Fotografen" widmet sich das Museum für Druckkunst der Frage, wie die Industrie die Fotografie als Mittel der Kommunikation und somit als Leistungsschau zu nutzen wusste.

Gezeigt wird die die Industriekultur der letzten 120 Jahre. Unternehmer in industriellen Zentren wie Mitteldeutschland oder dem Ruhrgebiet erkannten früh, welche Wirkung die meist gestellten Abbildungen für das Image oder die Verkaufsförderung hatten. Ab 1900 wurden viele Fotografen beauftragt, die Arbeitswelt positiv ins Motiv zu rücken. Eine Auswahl davon ist in der Ausstellung zu sehen, aus Ost und West.

Ein Meister der Selbstinszenierung war die Firma Krupp in Essen. Ihren Dampfhammer "Fritz" hat Krupp gerne ins rechte Licht gesetzt. Auch ihr Firmengelände, vermutlich schön sauber an einem Sonntag, ließ man fotografisch dokumentieren. Aus dem Historischen Archiv Krupp findet man hier tatsächlich auch ein Motiv, das Nazi-Zwangsarbeiter bei Krupp zeigt, ein seltener Beleg dafür, dass diese Fotos tatsächlich existieren, obwohl man es in Essen sonst eher leugnet. Dirk Krüll widmete sich 1983 der Henrichshütte in Hattingen. Die meisten Fotografen haben aber eher Mitteldeutschland im Blick. Heinrich Börner ist um 1900 einer der ersten unter Tage. In Leipzig gab es zahlreiche Industriemotive. Rudolf Lauche war um 1920 hier unterwegs. Außergewöhnliche Fotos hat Hans Finsler geschaffen. Sein Neues Sehen unterscheidet sich stark von anderen Perspektiven. Natürlich gab es auch Propagandafotografie oder Werbereportagen in der DDR. Bertram Kober war dagegen in Plagwitz unterwegs. Die Auswahl der fotografischen Arbeiten ist sehr gut gelungen.

Datum: 10 bis 12. Juli 2020

Museum für Druckkunst

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