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Buch 'Lost Places Deutschland' aus dem Jonglez Verlag
Das wunderbare Buch „Lost Places Deutschland“ präsentiert fotografisch ein Deutschland, das einige Brüche sich hat, gesellschaftlich und architektonisch. Es ist Zeitgeschichte und Kopfkino zugleich.

Insgesamt 15 Reisen hat der Fotograf Aurélien Villette in Deutschland unternommen, um 65 verlassene Orte zu besuchen und für die Nachwelt optisch zu verewigen, in Ost und West. Oft ist ein erbärmlicher Zustand, in dem sich die Orte befinden. Die Natur holt sich ihren Raum zurück, der Lack ist ab, durch kaputte Fensterscheiben weht der Wind oder ehemalige Militäreinrichtungen versprühen ideologischen Glanz. Hier haben tatsächlich mal Soldaten gelebt, unvorstellbar. Besonders häufig sind ehemalige Ballsäle in den östlichen Bundesländern dem Verfall preisgegeben. Der DDR-Charme bröckelt doch sehr. Eine Nachnutzung ist eher unwahrscheinlich. Die gesellschaftlichen Vorlieben haben sich doch stark gewandelt. Auch Hotels und Clubs entsprachen nicht mehr dem aktuellen Geschmack, wurden nach der Wende irgendwann aufgegeben. Im Westen sind es eher die verlassenen Industriestandorte, wie eine Keksfabrik, ein Kesselhaus, eine Papierfabrik oder ein Kraftwerk.

Es sieht spannend und wild aus, wenn man die verlassenen Orte in Deutschland so betrachtet. Die Geschichten dahinter lassen sich nur erahnen, sind aber wohl für immer verloren, wie auch eines Tages die Orte selbst.

„Lost Places Deutschland“, Aurélien Villette, Jonglez Verlag, 176 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 19 cm x 26 cm, gebunden, ISBN 978-2-36195-834-3 Datum: 26. Februar 2026

jonglezpublishing.com

Cover, Foto: Jonglez Verlag

Buch 'Lost Places Deutschland' aus dem Jonglez Verlag