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Das Museum Küppersmühle in Duisburg präsentiert sehenswert die Ausstellung „Gerhard Hoehme – enträtselt nicht die Orte“. Rund 80 Arbeiten sind zu erleben. Der begleitende Ausstellungskatalog ist im Wienand Verlag erschienen. Gerhard Hoehme kam erst nach dem Zweiten Weltkrieg zur Kunst. Vorher diente er als Jagdpilot Hitlers Truppen. Er stürzte dabei siebenmal ab und überlebte jedes Mal. Diese Welt von oben prägte ihn für sein künstlerisches Schaffen. Man glaubt häufig abstrakte Landschaften zu erkennen, alle ohne einen Horizont. Das Buch beginnt mit seinen frühen Arbeiten, endet mit den späten Werken. Er war ein Suchender, der oft rätselhaft blieb. Es sind offene Werke mit hoher Aktualität. Er hatte stets die Vision der Vereinigung beider deutscher Staaten. Selbst flüchtete er 1951 aus Dessau nach Düsseldorf. Einige Arbeiten reflektieren seine Zeit im Dritten Reich oder die Trennung Deutschlands. Es gibt Bezüge zur Musik, zum Komponisten Anton von Webern. Hoehme arbeitete mit Stichworten und Textzeilen. Das Informell erweiterte er um experimentelle Formate. Auffällig sind die Schläuche als Teil seiner Werke. Aus Wäscheleinen wurden Kunststoffschläuche, die er später sogar selbst mit einem Extruder herstellte und sogar mit Flüssigkeiten füllte. Hier kann jeder sich seine eigene Deutung denken. Fühler, Raumtaster oder Tentakel? Zu sehen sind ebenso Zeichnungen oder Fotografien aus seiner Düsseldorfer Zeit. Er war u. a. Professor an der Kunstakademie. Blicke in sein Atelier sind mit dabei, wie auch Künstlerkollegen oder Galeristen. Das Buch enthält neben zahlreichen Ausstellungsabbildungen auch ein Interview mit seiner Frau Margarete. „Gerhard Hoehme – enträtselt nicht die Orte“, Walter Smerling, Wienand Verlag, 176 Seiten, 31 s/w und 100 farbige Abb., 24 cm x 29 cm, Hardcover, ISBN 978-3-86832-846-2 Datum: 28. Februar 2026 www.wienand-verlag.de |
Cover, Foto: Wienand Verlag![]() |