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      Der Zoo Krefeld investiert stetig viel Geld in neue und moderne Gehege. Für
      2020 ist ein "SchimpansenWald" geplant, der den GorillaGarten ergänzen
      soll. Dafür gab es nun eine Großspende, quasi ein vorgezogenes Weihnachts-
      geschenk für den Zoo.

      Das Menschenaffenhaus im Zoo Krefeld stammt aus dem Jahre 1975. Der
      Bau ist noch immer solide, aber entspricht nicht mehr ganz den modernen
      Haltungsbedingungen. Nach dem neuen Außengelände für die Gorillas sind
      nun die Schimpansen dran. Ein 1.300 qm großes Gehege, überspannt mit
      einem Stahlnetz, soll ab 2020 entstehen und 2021 fertig sein. 2,57 Millionen
      Euro soll das Projekt kosten. 700.000 Euro haben die Zoofreunde über Jahre
      bisher angespart. Jetzt gab es eine freudige Botschaft vor Weihnachten. Die
      Dr.-Harald-Hack-Stiftung spendet 1,2 Mio. Euro für das neue Gehege. Der
      Zoo verpflichtet sich im Gegenzug die verbleibende Summe durch Spenden-
      aktionen aufzubringen.

      Somit können sich die Schimpansen 2020 auf das neue Gefühl von Wetter
      freuen. Sie werden Sonne, Wind und Regen spüren. Umweltreize machen
      sie gesundheitlich robuster. Hier können sie viel besser ihr soziales Mitein-
      ander pflegen und die Klettermöglichkeiten nutzen. Stützmasten und Bäume
      bieten Kletterpartien bis zu 12 m Höhe. An eine Aussichtsplattform für die
      Besucher wird ebenso gedacht wie an vier große Scheiben. Der Bereich des       Geheges und außen herum wird naturnah gestaltet. Alte Bäume bleiben über-
      wiegend stehen.

      Schimpansen sind die Menschenaffen, die uns genetisch am meisten ähnlich
      sind. Laute Aggressionen entwickeln sich sehr schnell und vergehen auch
      wieder. Zwei Männchen können durchaus in einer Gruppe mit mehreren
      Weibchen leben, wobei nur eines Nachwuchs zeugen kann. Untergebene
      ältere Männchen schmieden aber gerne Koalitionen mit jungen Geschlechts-
      genossen, um den Anführer zu stürzen. Die Politik der Schimpansen ist
      berüchtigt.

      Momentan besteht die Gruppe noch aus fünf Tieren. Zwei Weibchen werden
      den Zoo in Richtung England verlassen und mit anderen Partnern verkuppelt.
      Der Zuchtbuchführer in Kopenhagen hat die Planungen so bestimmt. Dafür
      werden vier neue Weibchen in Krefeld erwartet. Die Nachzucht ist besonders
      wichtig, da es geschätzt nur noch weniger als 20.000 der Flachlandschim-
      pansen in Westafrika gibt. Bush-Meat ist sehr gefragt.

      Für die Baumaßnahme müssen die Riesenkängurus im Zoo umziehen. Auch
      das Berg-Anoa zieht auf den Hausenhof des Zoos. Es ist das einzig be-
      kannte Exemplar dieser Tierart weltweit in der Wildnis und in Zoos. Als
      Abschluss des Menschenaffenparks werden die Orang-Utans in ein paar
      Jahren ebenfalls ihr Außengehege bekommen.

      Datum: 18. Dezember 2018

      www.zookrefeld.de