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      NRW feierte seinen 72. Geburtstag und die Massen strömten in Essen. In
      der City und auf Zollverein wurde ein attraktives Programm geboten. Musika-
      lisch wurde sogar von Stoppok eine Botschaft an alle Aufrechten in Chemnitz
      gesendet.

      Das Welterbe Zollverein war deutlich entspannter als die extrem volle City.
      Kurzführungen auf dem Museumspfad der Zeche, die Lust machten, einmal
      eine komplette Führung zu buchen, wurden angeboten. Alle Ausstellungen
      auf dem Gelände waren bei freiem Eintritt zu besuchen, auch das "Zeitalter
      der Kohle" in der Mischanlage der Kokerei Zollverein. Es war ein Muss für
      alle, die sie noch nicht gesehen hatten. Vom Dach hat man einen tollen
      Überblick über das Gelände.

      Höhepunkt auf Zollverein war der Auftritt von Stoppok und seinem Bassisten
      Worthy. Stoppok ist schon eine Legende in der Essener Musikszene, der
      größte Musiker der Stadt, auch wenn er mittlerweile in Hamburg wohnt. Man
      verzeiht es ihm gerne, denn er ist oft hier bei seinen Fans. Wie immer
      kreativ-stylisch gekleidet, war er ganz selbst. Hier mal ein Texthänger oder
      vergessene Gitarrengriffe, egal. "Man muss ja nicht jedes Stück zu Ende
      spielen." Sein Humor ist klasse, wie auch sein Zupfen der Saiten. Dem steht
      Reggie Worthy in Nichts nach. Zusammen harmonierten sie perfekt, auch
      ohne Sebel.

      Die Songauswahl war eher bei den alten und selten gespielten Stücken. Das
      Radio hat sie noch nicht durchgenudelt, sie werden "bei all den Hits" erst
      gar nicht gesendet. So bleiben sie frisch. Stoppok hat immerhin die zweimal
      Dreißig schon voll. Mittlerweile sieht er viel zu viele bellende Hunde auf
      dieser Welt, Chemnitz eingeschlossen. Dem kann er musikalisch entgegen-
      treten, auch wenn der marschierende, braune Pöbel so viel Intellekt nicht hat,
      um seine Texte zu verstehen. "Denk da lieber noch mal drüber nach" oder
      "La Kompostella" waren Mutmacher, den aufrechten Demokraten in Chemnitz
      gewidmet, dem geistig minderbemittelten Mob entgegen zu treten. Ansons-
      ten bewegte er sich "Zwischen Twen Tours und Seniorenpass", "Learning by
      burning", "Mein Freund der Kühlschrank", "Wie schnell ist nix passiert", bis
      hin zum "Spezialisten-Blues", "Schieber-Blues" und "Alles klar". Mit dem
      "Steigerlied" ging es dem Ende entgegen. Das wohl jemals größte vertonte
      Liebeslied folgte noch zum Schluss, "Aus dem Beton". Was für ein Nach-
      mittag auf Zollverein!

      Wer noch mehr Lust auf tolle Konzerte hatte, der machte sich in die Essener
      City auf. Ela (von Elaiza) gab ihr Solo-Debüt mit neuer Band guten Pop-
      Songs. Am 14. September erscheint ihre erste Solo-Single. Henning Wehland
      gab rockig den letzen Typen an der Bar. Als Finale auf dem proppenvollen
      Kennedyplatz ließen Alphaville bis Mitternacht Erinnerungen an die 80er
      aufkommen. Sänger Marian Gold ist zwar ein paar Jahre gereift, aber eine
      Show präsentieren kann er besser denn je. Es ging mächtig laut zur Sache.

      Datum: 1. September 2018

      www.zollverein.de