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      Das Welterbe Zollverein ist in einem ständigen Wandel. Seit 200 Tagen sind
      Prof. Hans-Peter Noll und Prof. Theo Grütter gemeinsam die beiden Neuen im
      Vorstand der Stiftung Zollverein. Nun war das erste Mal Zeit Bilanz zu
      ziehen und einen Ausblick bis 2020 zu wagen. Es tut sich viel auf Zollverein.

      Das Gelände ist groß und vielschichtig. 1.300 Beschäftigte sind hier tätig, wie
      auch 500 Studenten. Immer heißt es alle Veränderungen mit der UNESCO
      abzustimmen. Kleinste Wegweiser oder zu auffällige Fassaden dürfen den
      Welterbe-Status nicht gefährden, schließlich kommen viele Touristen von
      außerhalb oft zuerst nach Zollverein. Täglich werden im Schnitt 35 Gruppen
      über den Denkmalpfad geführt. Insgesamt zählten das Ruhr Museum und der
      Denkmalpfad auf Schacht 12 stolze zahlende 415.000 Besucher. Über 500
      öffentliche und geschlossene Veranstaltungen finden im Jahr statt. Rund
      1,5 Mio. Besucher wurden 2018 gezählt.

      Man will jedoch mit Bedacht höher hinaus. Eine halbe Million zahlende Gäste
      strebt man in den nächsten zwei Jahren an, um in den Top 10 der deutschen
      Touristenattraktionen zu landen. Dafür muss aber neues Publikum gewonnen
      und das Gelände optimiert werden. Familien, Jugendliche und Kinder
      sind noch zahlenmäßig ausbaufähig. Alles soll stärker vernetzt werden. Man
      ist sehr eifrig dabei. Die Halle 8, neben dem Eingang zum Red Dot Design
      Museum, wird bis 2020 zu einer Kunsthalle umgebaut, die auch evtl. vom
      Red Dot zu Sonderschauen genutzt werden kann. Der Platz vor der Kohlen-
      wäsche bekommt eine neue Gastronomie, um die Verweildauer der Gäste zu
      erhöhen. Gegenüber, unter dem Kokskohlenturm, entsteht ein gläsernes
      Informationszentrum, das 24 Stunden besetzt sein soll und außerdem aus
      das Sicherheitsgefühl bei Dunkelheit erhöht. Für die Gastronomie in Halle 12
      wird ebenfalls ein neuer Pächter gesucht. Nebenan wird der große Parkplatz
      A2 mit einer Drainage versehen. Es soll auch eine Dauerausstellung zum
      Thema Zollverein bis 2020 entstehen.

      Viele Baustellen wird es auch auf der Kokerei geben. Der neue Denkmalpfad,
      einzigartig in Europa, dort soll noch dieses Jahr starten und 2023 fertig
      werden. Der erste Museumskubus wird fertig. Man erwartet dadurch ein
      Plus an Besuchern. Das Ruhr Museum bekommt in der ehemaligen Salz-
      fabrik 2020 ein spannendes Schaudepot für die Exponate, die man sonst
      wegen Platzmangel nicht im Museum zeigen kann. Man hat z.B. 70 Schränke
      Gelsenkirchener Barocks und 300 Ammoniten. Die Bauarbeiten laufen in
      vollem Gange. Ein neues Parkdeck ist soeben fertig geworden. Im Unterge-
      schoss befinden sich 357 Parkplätze und oben wird jeder Quadratmeter für
      eine Parkanlage genutzt, inspiriert vom Highline Park in New York. Biodiver-
      sität spielt hier eine große Rolle. Es ist öffentlich nutzbar (1,80 Euro/Stunde).
      Insgesamt ist man dabei die Bebauung auf der Kokerei zu erhalten und zu
      konservieren. Selbst für Koksofenbatterie wird eine Lösung gesucht, die
      Bausubstanz zu schützen. Eine ehemalige Tankstelle soll evtl. sogar als
      E-Tanke umgerüstet werden. Der EUREF-Campus ist geplant, aber noch eine
      Weile hin.

      Auch auf dem Gelände des Schacht 1/2/8 entsteht gerade ein Design-Hotel
      mit 67 Zimmern. Nebenan baut das Familienförderzentrum PLUS Zollverein
      des Deutschen Kinderschutzbundes e.V. ein neues Gebäude. Man entwickelt
      neue Ideen für weitere Firmenansiedlungen.

      Ansonsten steht das Jahr kulturell unter dem Bauhaus-Motto. Es gibt das
      30. Große Zechenfest Ende September, die Gourmetmeile Ende August, die
      Extraschicht Ende Juni, das Werksschwimmbad in den Sommerferien oder
      die Eisbahn Anfang Dezember zu erleben. Auch das Ruhr Museum und das
      Red Dot Design Museum werden wieder spannende Ausstellungen präsen-
      tieren. Man steht in den Startlöchern. Man darf gespannt sein.

      Datum: 7. Februar 2019

      www.zollverein.de