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      Ein Wombatjungtier begeistert pünktlich zu den Osterferien die Besucher im
      Zoo Duisburg. Eine dicke Nase, kurze Beine und ein pummeliger Körper
      blicken hinten unter der Mutter hindurch.

      Ende letzten Jahres hatten die Pfleger beim Spiel mit dem Wombatweibchen
      "Tinsel" ein Jungtier im schützenden Beutel des vierjährigen Weibchens
      gefühlt. Eine Sensation, denn der letzte Wombatnachwuchs im Zoo Duisburg
      liegt 40 Jahre zurück und ohnehin stellen Wombatnachzuchten eine absolute
      Rarität dar. Dem steinalten Duisburger Männchen "Milton" hatte man der-
      artige Zuchtaktivitäten nicht mehr zugetraut. So kam auch sein altersbeding-
      ter Tod Anfang Dezember wenig überraschend.

      Umso erfreulicher, dass "Milton" kurz vor seinem Lebensende tatsächlich
      noch für Nachwuchs gesorgt hat. In den Folgewochen nach der Geburt lag
      das besondere Augenmerk aller Pfleger und Zooverantwortlichen auf dem
      Wohlbefinden der jungen Wombatmutter. Eine Extraportion Süßkartoffel
      durfte genauso wenig fehlen wie eine gemütliche Wohnhöhle sowie jede
      Menge zusätzliche Streicheleinheiten.

      Wie bei allen Beuteltieren sind auch neugeborene Wombats bei der Geburt
      winzig klein und kaum größer als ein Gummibärchen. Nackt, blind und nahe-
      zu hilflos findet das Jungtier unmittelbar nach der Geburt den Weg in
      den schützenden Beutel der Mutter, wo es sich - fest an einer Zitze der Mutter
      angesaugt - in den nächsten Monaten entwickelt. Von außen lässt sich der
      heranwachsende Nachwuchs nur an einer zunehmenden Verdickung des
      Beutels erahnen. Erst nach gut 5 Monaten streckt das dann bereits faust-
      große und mittlerweile dicht behaarte Jungtier einen Fuß, eine Hand oder die
      dicke Nase aus dem Beutel, bevor es sich dann auch erstmalig ganz außer-
      halb des Beutels zeigt. Hierbei konnten die zuständigen Pfleger um Revier-
      leiter Mario Chindemi dann auch das Geschlecht des Jungtieres bestimmen:
      ein Männchen. In Erinnerung an den verstorbenen Wombatvater wurde der
      Kleine dann liebevoll "Apari" getauft, ein Begriff aus der Sprache der Urein-
      wohner Australiens, der Aborigines, der "Vater" bedeutet.

      Rechtzeitig vor Ostern ist der kleine Wombat nun so weit entwickelt und fit,
      dass für die kommenden Tage und Wochen die ersten regelmäßigen Schritte
      außerhalb des mütterlichen Beutels erwartet werden. Damit die Zoobesucher
      diesen spannenden Moment nicht verpassen, wird "Tinsel" mit Jungtier "Apari"
      während der Osterferien zeitweise als Untermieter die Koalaanlage beziehen.

      Datum: 23. März 2018

      www.zoo-duisburg.de