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      John Williams gehört in Hollywood zu den erfolgreichsten Filmkomponisten. Auf
      fünf Oscars und zwölf Grammys kann er stolz sein. Mit Mitte 80 ist er noch
      aktiv. In „The Best of John Williams“ erklangen in der Arena Oberhausen
      wunderschön seine größten Filmmelodien, gespielt vom erstklassigen Orchester
      des Nationalen Akademischen Bolschoi Opern- und Ballett-Theater Minsk, unter
      der Leitung von Claudio Vandelli. Durch den Abend führte unterhaltsam und sehr
      kompetent der Filmkritiker Knut Elstermann.

      Es sind große Regisseure, für die John Williams seine musikalischen Genie-
      streiche aufs Notenpapier brachte. Dabei betrachtet er sich nicht als Genie,
      sondern eher als Filmhandwerker. Leute wie George Lucas oder Steven Spiel-
      berg bauen auf ihn als den, der ihre Filme grandios vertont. Das Best of seiner
      Melodien erklang sehenswert in Oberhausen, eine schöne Reise durch die sehr
      abwechslungsreich Klangwelt mit einem 7-köpfigen Orchester. Bei seinen
      Kompositionen stachen die Blechbläser und die Streicher besonders hervor.

      Musikalisch waren die weltbekannten Melodien zur Star-Wars-Filmreihe und zu
      Indiana-Jones vielleicht die Höhepunkte. Dabei hatten die Fans natürlich immer
      die Filmszenen vor Augen, die auch in Oberhausen auf einer großen Leinwand
      gezeigt wurden. Raumschiffe flogen durch die Galaxie und ihre Helden waren
      dabei. Seine Kompositionen sind geprägt durch Igor Strawinsky, Richard
      Wagner oder Johann Strauß. Dabei klingen die Melodien zu „E.T.“ oder „Harry
      Potter“ wieder ganz anders. Durch Williams lernte E.T. Fliegen, eine große
      Szene der Filmgeschichte. John Williams lässt sich nicht auf einen Stil fest-
      legen. „Schindlers Liste“ wollte er eigentlich gar nicht übernehmen, aber wurde
      rhetorisch geschickt dazu gezwungen. Auch hier wurde durch seine Filmmusik
      ein Meisterwerk daraus. Tod und Überleben werden ganz ganz sensibel vertont.
      Steven Spielberg und John Williams verbindet ein Wunsch, eine als eine Art
      Peter Pan durchs Leben zu gehen und das Kindliche nicht zu gänzlich zu
      verlieren. In „Jurassic Park“ ist es das Feuer der Schöpfung, was die Musik
      himmlisch dominiert. Fehlen durften nicht die Filmklänge zu „Superman“ von
      1978, zu "Der weiße Hai" oder zu „Hook“.

      Große Melodien von einem ebenso großen Orchester machten diesen Abend
      zu einem Erlebnis nicht nur für Filmkenner.

      Datum: 23. Januar 2017

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