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      Mit der Installation „well,come“ greifen die Ruhrtriennale und die Urbanen Künste
      Ruhr das Thema Strömungen auf. Das begehbare Kunstprojekt befindet sich in
      einem Stahl verarbeitenden Betrieb im Dortmunder Hafen. Die rund 20-minütige
      Mitfahrt in der Skulptur ist kostenlos.

      Es ist ein besonderer Ort, an den man sonst nur als Mitarbeiter kommt, getreu
      der Tradition der Urbanen Künste Ruhr. Umgesetzt wurde die Idee für die multi-
      mediale Installation von der Gruppe osa_office for subversive architecture, ein
      Netzwerk einiger Kreativer, die solche Projekte neben ihrer hauptsächlichen
      Arbeit mit viel Lust realisieren. Im größten Kanalhafen Europas kann man nun
      zehn Meter, an einem Kran hängend, über dem Wasser schweben und dabei
      einen Mix aus Sound und Animation auf sich wirken lassen.

      Alles dreht sich um Strömungen. Welche Waffen werden wohin verkauft?
      Welche Flüchtlingsströme hat das zur Folge? Wieso ist Syrien der Kern allen
      Ausmaßes? Auf Bildschirmen werden die verschiedenen Ströme sehr schön
      animiert. Wo kommt unser Schweinefleisch her und wohin werden einzelnen
      Teile des Tieres exportiert? Es dreht sich um den Weitertransport per LKW,
      Bahn und Schiff. Wie sind die deutschen Häfen logistisch vernetzt? Wie oft
      fliegen wir eigentlich und wo geht es hin? Der globale Flugverkehr wächst immer
      mehr. Der Teilnehmer wird mit politischen, ökonomischen und ökologischen
      Strömen konfrontiert. Dabei wird ebenfalls die immaterielle Ebene der Ström-
      ungen angesprochen.

      Das visuelle Raumexperiment wird synchron begleitet von einer Overlay-Sound-
      collage aus Textzitaten, elektronisch, verfremdeten Klängen und mehr oder
      weniger dadaistischen Inhalten aus der Zeit um 1916. Hier und da hört man
      arabische Einflüsse oder male ein knatterndes Motorrad. Der Sound richtet
      sich stets nach dem Thema der Strömungen.

      Am Ende, des von Katja Aßmann kuratierten Kunstspektakels darf man wieder
      herab auf das sonst voll in Betrieb stehende Betriebsgelände der Firma SAZ
      (Stahlanarbeitungszentrum Dortmund GmbH & Co. KG). Weil hier noch gear-
      beitet wird, sind die Mitfahrten in der Skulptur nur am Wochenende möglich.
      Man kann sich anmelden. Es gibt aber auch Fahrten ausschließlich für spon-
      tane Besucher. Während der Woche wird die pinkfarbene Skulptur auf einem
      Ponton ganz in der Nähe liegen (ab ca. 22. August). Hierfür wurde eine andere
      Soundcollage entwickelt. Natürlich heißt es auch hier herzlich willkommen oder
      „well,come“.

      Laufzeit: 13. August bis 24. September 2016

      www.ruhrtriennale.de

      Infos zur Ruhrtriennale allgemein