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      "Die Nacht kurz vor den Wäldern" lautet der Titel eines Ein-Mann-Stücks,
      arrangiert vom Schauspieler Burak Hoffmann und der Regisseurin Emel
      Aydogdu. Aufgeführt wird es im "Druckluft" in Oberhausen.

      Das Theater Oberhausen geht gerne man andere Wege. So wählten die
      beiden Protagonisten ein Kulturzentrum als Ort ihres Schaffens. Das Stück
      Bernard-Marie Koltès, in der deutschen Fassung von Simon Werle ist von
      vielen Geheimnissen geprägt. Wer ist der namenlose Erzähler? Er ist auf
      jeden Fall keine klare Person. Ebenfalls ist kein Ort erkennbar. Er kann
      nicht nach Hause, sucht ein Zimmer. Nebulöse Sätze bieten kontroverse
      Meinungen an. Was ist das für ein Typ? Welchen Beruf hatte er? Rätsel
      bleiben. Wer ist sie, der er immer nachschaut? Er jedenfalls weicht den
      Spiegeln aus und fordert eine globale Gewerkschaft. Verteidigen statt
      angreifen lautet sein Motto. Die Gesellschaft betrachtet er als eine Maschine
      mit einem Hang zum Leben in Herden. Was für eine komische Welt. Eigen-
      heiten der Gesellschaft werden thematisiert. So richtig scheint die Ich-Person
      mit sich nicht im Reinen zu sein. Innere Konflikte scheinen ihn zu prägen.
      Wie begeht man Suizid? Der Text entwickelt mehr und mehr Eigendynamik,
      die sich in einer Szene auf einem Bahnsteig sehr gut finalisiert.

      Das Stück wirkt sehr physisch, emotional, bildhaft, rätselhaft und atmosphä-
      risch. Man muss aber nicht alles verstehen. Dafür lässt der Stoff als Basis
      zu viele Deutungsmöglichkeiten zu.

      Datum: 13. Dezember 2018, Premiere

      www.theater-oberhausen.de