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      Elf tolle Schauspieler, ein klasse Bühnenbild, wunderbare Kostüme und Puppen,
      ein Dachboden und eine verführerische Phantasiewelt, das sind die Zutaten für
      „Die unendliche Geschichte“ im Theater Oberhausen. Die abgewandelte Über-
      nahme aus Wien begeistert jung und Alt, eine wundervolle Inszenierung, die
      man sehen sollte. Regie führte Michael Schachermaier nach der Vorlage von
      Henry Mason.

      Im Gegensatz zu Wien wird in Oberhausen nur der erste Teil des Romans
      gezeigt. Der ist 140 spannende und sehr unterhaltsame Minuten lang. Es ist vor
      der Pause ein lebendiges Feuerwerk an Aktionen auf der Bühne. Szenen ver-
      wandeln sich durch mehrfach benutzbaren Requisiten ganz schnell in die fol-
      gende. Schauspieler kommen und gehen. Fast jeder schlüpft dabei in mehrere
      Rollen, was gut zu erkennen ist. Umziehen müssen sie sich unglaublich oft. Die
      zauberhaften Kostüme und Utensilien begeistern wirklich. Eike Weinreich als
      Pferd, Torsten Bauer als Cairon, Hartmut Stanke als Karl Konrad Koreander,
      Pater Waros als Fuchur, Henry Meyer als Werwolf oder Anna Polke als die
      Sumpfschildkröte Morla, sie alle zeigen große Leistungen und werden nicht
      selten zu Puppenspielern. Auch Thieß Brammer (Bastian), Angela Falkenhan
      (kindliche Königin) oder Moritz Peschke (Atréju) macht das Stück ebenfalls
      richtig Spaß. Man möchte keinen herausheben. Wann darf man schon mal so
      tolle Puppen und Kostüme über die Bühne bewegen.

      Nach der Pause wird das Tempo etwas heraus genommen. Die Welt der Phan
      tasie rückt näher an Bastians Realität heran bis er endlich den neuen Namen
      der todkranken Königin von Phantásien nennt und es Goldstaub regnet. Er war
      bereits von der neuen Welt gefangen, seit er das Buch „Die unendliche
      Geschichte“ das erste mal aufschlug.

      Untermalt wird die Aufführung von viel spannendem Licht und Sound. Still ist es
      selten. Es flackert, blitzt, Taschenlampen spenden sehenswerte Lichteffekte
      oder Projektionen deuten die Phantasiewelt an. Die Soundcollage ist stets der
      Situation angepasst. In die Oberhausener Fassung flossen auch Ideen des
      Ensembles ein. „Die unendliche Geschichte“ in Oberhausen ist ein absolutes
      Familienstück. Selbst pubertierende Jungs tauchen hier gerne mal ein. Es ist
      ganz großes Theater, wo man sich auch den zweiten Teil des Romans auf der
      Bühne wünscht. Das zu entscheiden liegt allerdings in den Händen des bald
      neuen Intendanten Florian Fiedler.

      Datum: 18. September 2016 (weitere Vorstellungen im Programm)

      www.theater-oberhausen.de