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      Bergfest beim Traumzeit Festival im Landschaftspark Duisburg-Nord! Der
      Samstag hatte jede Menge gute Musiker und Bands zu bieten. Trotz der WM
      waren alle Tickets ausverkauft.

      Oft ziehen große Namen das Publikum an. Das ist bei der Traumzeit auch
      nicht anders. Blumfeld ist so eine Band, die die Cowperplatz-Bühne rockte.
      Die absoluten Headliner waren allerdings die Mighty Oaks aus Berlin. Die
      Musiker kommen aus Deutschland, den USA und Italien. In ihren Songs
      erinnern sehr rhythmisch an die Ferne. Wie könnte es anders sein. Pop und
      Folk vermischen sie hervorragend. Hits wie "Brother", "Dreamers", "Be with
      you always", "Raise a glass", "Just one day" oder "Seven days" hatten sie
      im Gepäck. Mit einer Violine oder einer Mandoline werden die Songs sehr
      passend garniert. Trotz ihres großen Erfolgs bleiben sie sympathisch auf
      dem Boden. Natürlich war die Gießhalle restlos voll.

      Eine sehr erfrischende und junge Künstlerin war Lotte mit ihrer Band. Die
      22-jährige Ravensburgerin brachte die Gießhalle ordentlich in Bewegung. Mit
      Songs wie "Farben", "Schönste Zeit der Welt", "Auf beiden Beinen",
      "Pauken", "Wer wir geworden sind", "Fluchtreflex" oder "Auf dich" verarbeitet
      sie ihr persönliches Chaos als junge Erwachsene in Sachen Alltag und Liebe.
      Ihre Songs sind für sie wie ein Tagebuch. In so jungen Jahren ist das Leben
      noch aufregend. Sie ist eine gute Musikerin und Entertainerin mit Potential.
      Musik und Bühne sind ihr Element. Ein sehr guter und frischer Auftritt.

      Ein gutes Festival hat allerdings immer seine Geheimtipps, die man sich
      neugierig erarbeiten muss. Wie schon am Freitag war es wieder ein Aussie,
      der mit seinen Songs richtig unter die Haut ging. Matt Greshem lebt heute in
      Berlin. Seine Performance war fantastisch. Man lauschte jedem Ton und
      hätte in der akustisch sowieso tollen Gebläsehalle eine Stecknadel fallen
      hören können. Unheimlich sympathisch und gekonnt spielte er sein
      Programm, ausschließlich mit einer akustischen Gitarre. Seine Persönlichkeit
      und seine etwas soulige Stimme überzeugten und überraschten. Neben
      eigenen Songs coverte er auch bekannte Hits exzellent, "Ain't no sunshine"
      oder "Graceland" zum Beispiel. "No woman no cry" ist sein Lieblingslied, in
      seiner ganz eigenen Version. "Halleluja" und "Silent night" kombinierte er
      sehr außergewöhnlich. Gänsehaut pur! Sein Konzert war das Beste, was
      man am Festival-Samstag erleben konnte.

      Wer war noch so da? Den schweren Job des Einheizers hatte ein Engländer
      aus München, Xavier Darcy. Er rockte ordentlich die Gießhalle. Schotten
      waren auch da. Mogwai wird von manchen allerdings eher als Lärm empfun-
      den. Jonas David bevorzugt dagegen die sehr ruhigen und getragenen Töne.
      Die Gebläsehalle war für ihn genau der richtige Ort dafür. Luke Noa ist mit
      seinen 19 Jahren schon sehr reif und überzeugte auf der großen Cowperplatz-
      Bühne. Er war zum ersten Mal überhaupt im Ruhrgebiet. Auf der Talent-
      bühne am Gasometer spielten Echo Appartment das erste Mal in dieser
      Besetzung zusammen, sehr ordentlich. Die Stimmung war wieder gut und
      das Wetter spielte zum Glück mit.

      Wer übrigens glaubte, das WM-Spiel der Deutschen gegen Schweden hätte
      viele Besucher abgehalten, der irrte. Die Handys waren draußen auf
      TV-Streaming eingestellt und an den Bierständen flimmerten die Fernseher.
      Kein Tor blieb lange geheim.

      Datum: 23. Juni 2018

      Infos und Fotos zum Freitag
      Infos und Fotos zum Sonntag
      www.traumzeit-festival.de
      www.landschaftspark.de