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      Völlig neu präsentierte sich das Theater Oberhausen beim Theaterfest zur neuen
      Spielzeit. Das neue Team stellte sich mit allerhand kreativen Ideen vor.

      Aus dem Malersaal wurde der Saal 2, jetzt mit einer Bar für die Pausen und
      jeweils variabler Sitzordnung. Die frühere Bar neben dem Foyer ist nun der Pool,
      wo man Neues mit dem Publikum ausprobieren kann, der kreative Sprung ins
      kalte Wasser für die Theatermacher. Das neue Logo kommt sogar so gut an,
      dass die Besucher die neuen T-Shirts reihenweise erwerben wollten. Leider gab
      es sie offiziell noch nicht zu erwerben. Nur die Theaterleute hatten das Ver-
      gnügen eines der begehrten Shirts besitzen und tragen zu dürfen.

      Kennenlernen war angesagt. Das Haus hat sich stark verjüngt, auch beim
      Publikum. Schauspieler Christian Beyer fühlt sich als einer der ältesten, obwohl
      noch jung an Jahren. Manche kommen auch frisch von der Schauspielschule.
      Den frischen Elan merkt man allen an, auch denen, die schon unter dem
      früheren Intendanten Peter Carp am Haus waren. Alte und Neue lernen sich
      immer besser kennen. Man versteht sich schon sehr gut. Eine besondere Aktion
      war das Speeddating mit dem Schauspielern auf der großen Theaterbühne vor
      der leeren Bestuhlung. Die Eins-zu-Eins-Gespräche wurden stumm auf eine
      Leinwand im Pool übertragen. Man versuchte über Gestik und Mimik das
      Gesprächsthema zu deuten. Im Pool las nicht nur Hausautor Dirk Laucke aus
      einer seiner Geschichten. Es gab Workshops zur Stückeentwicklung oder einen
      Sprechchor. Der erste Auftritt der neuen Theaterband brachte gesangliche
      Erkenntnisse. Dabei überzeugte besonders Ronja Oppelt, eine Neue, die zehn
      Jahre aus dem Ruhgebiet weg war, als Sängerin und bei der guten Songaus-
      wahl. Bei der Modenschau traten neben Models aus dem Ensemble auch
      Intendant Florian Fiedler als Boxer in Erscheinung. Jeder Schauspieler hatte
      eine Minute zur eigenen Vorstellung. Clemens Dönicke hatte dafür eine
      besondere Idee. Er führte sein Publikum nach der Premiere von "Amok" hinter
      den Kulissen hinauf in seine Maske und in seine Garderobe. Man gab sich
      wirklich extrem offen und sehr freundlich. Jeder vom Haus war ansprechbar.

      Im Rahmen von Führungen gab es Einblicke in den Kostümfundus. Man muss
      schon Erfahrung haben, um zu wissen wo was auf insgesamt drei Ebenen
      hängt. Ganz oben findet man die Phantasiekostüme. An den Wänden hängen
      herrliche Figurinen aus alten Zeiten. Diese Skizzenzeichnungen diverser
      Kostüme werden heute kaum noch von Hand angefertigt. Man erfuhr so manche
      Geschichte aus der täglichen Arbeit.

      Musikalisch wurde draußen viel geboten. Neben der Theaterband waren Juse Ju,
      ein Rapper, The Gradgets, Hush Moss oder Rainer von Vielen auf der Außen-
      bühne zu erleben. Ab 23 Uhr wurde die große Bühne im Saal zur langen
      Clubnacht mit DJ. Der Anfang ist gemacht. Das neue, frische Gesicht macht
      neugierig auf Mehr.

      Datum: 23. September 2017

      www.theater-oberhausen.de