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      Das Theater Oberhausen ist mit einem sehr schönen und beinahe atmosphä-
      risch familiären Theaterfest in die Spielzeit 2016/2017 gestartet. Viele Besucher
      wollten die letzte Spielzeiteröffnung unter Intendant Peter Carp erleben, der
      nach neun Spielzeiten das Haus in Richtung Freiburg leider verlassen wird. Der
      in einem Jahr neue Chef aus Hannover, Florian Fiedler, war bereits da, um mal
      zu schnuppern.

      In den letzten Jahren hat das Theater sehr auf sich aufmerksam gemacht. Viele
      junge Talente wurden gefördert. Einige arbeiten heute an großen Bühnen. Auch
      in der Stadt ist das Theater Oberhausen der kulturelle Dreh- und Angelpunkt,
      was die Bühnen betrifft. Man wagt auch mal was. Mit Pater Carp hat das Haus
      deutlich bundesweit an Bedeutung gewonnen.

      Draußen und drinnen traf man viele nette Mitarbeiter, die man als regelmäßiger
      Besucher kennt, natürlich auch die Schauspieler des Ensembles. Das Pro-
      gramm war eine Mischung aus Plan und Improvisation. Nach der Eröffnung
      durch Peter Carp wurden auf der Hinterbühne zahlreiche Kostüme günstig
      versteigert, Spottpreise für echte Handarbeit und zum Teil teure Stoffe. Schau-
      spieler Klaus Zwick als Auktionator und die Models gaben alles. Für Kinder gab
      es auf der Bühne im Malersaal in der Bar und draußen viel und umsonst zu
      erleben.

      Man wusste gar nicht, wie man alles zeitlich unter einen Hut bringen konnte, so
      viel Programm wurde geboten. Bei einer Führung durch den Kostümfundus, der
      mind. 1.800 Klamotten jeglicher Couleur enthält, entdeckte man ebenfalls
      herrliche Figurinen, also Zeichnungsentwürfe diverser Kostüme. Wie entwickelt
      man ein Kostüm und auf ist zu achten? Auch in der Maske wurden Führungen
      angeboten. Die spannende Hinterbühne wurde eifrig für diverse Programmpunkte
      genutzt. Sogar die Unterbühne des großen Saals wurde bei einer Lesung zu
      "Die unendliche Geschichte" mit Hartmut Stanke stark frequentiert. Schauspie-
      ler Eike Weinreuch zeigte seinen selbst gedrehten Film "Waiten" im voll be-
      setzten Studio. Das junge Theaterensemble "Wheels" präsentierte in der
      "Hörbar" sein Hörspiel "Layla", unterstützt von Ensemblemitgliedern des
      Theaters als Sprecher. Auf dem Platz vor dem Theater waren auch die Urbanen
      Künste Ruhr zu Gast. Das ganze Haus, vor und hinter den Kulissen, war eine
      einzige, wunderbare Bühne.

      Fehlen durfte natürlich nicht die unterhaltsame Spielzeitvorstellung im großen
      Saal. Zunächst führte Peter Carp durch die Stücke der neuen Spielzeit. Er hat
      sich zum Schluss noch einmal richtig was einfallen lassen. Es sind spannende
      Stücke dabei. Los geht es mit "Die unendliche Geschichte" vom Michael Ende,
      ein abgewandelte Übernahme einer gefeierten Produktion aus Wien. Bei der
      anschließenden Late-Night-Show war u. a. auch Carps Nachfolger Florian
      Fiedler zu Gast. Er hält sich für humorvoll und mag Direktheit und Uneitelkeit.
      Da ist er im Ruhrgebiet richtig. Janna Horstmann, die Neue im Ensemble für die
      abgewanderte Laura Angelina Palacios, führte sich musikalisch ein. Jürgen
      Sarkiss präsentierte einen Song aus dem Erfolgsstück "Lennon".

      Im Saal wurden zum Abschluss die Theaterpreise verliehen. Die Jurypreise
      gingen an Bastian Kabuth (Überwintern), Peter Carp (Die Barbaren), Anja
      Schweitzer und Stef Lernous und Sven van Kuijk (alle drei für Lulu). Den
      bedeutenden Publikumspreis erhielt Henry Meyer, der auch fotografisch in der
      Bar mit einer Fotoausstellung sein Können zeigte.

      Zum Abschluss ließ es Gitarist Peter Engelhardt auf dem Balkon der Intendanz
      musikalisch und pyrotechnisch ordentlich krachen. Das Theater hatte sich an
      diesem Tag mächtig ins Zeug geschmissen, um seinen treuen und neuen
      Besuchern die Spielzeit ordentlich schmackhaft zu machen. Es geht endlich
      wieder los.

      Datum: 4. September 2016

      www.theater-oberhausen.de