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      Ein spannendes Programm bot der "Tag des offenen Denkmals" 2018 in
      Essen. Das Motto des 25. Jubiläums lautete "Entdecken, was und verbindet".
      Zahlreiche sehr interessante Kirchenbauten öffneten u. a. ihre Türen.

      Alleine drei Kirchen gab es in Essen-Werden zu entdecken. Die St.-Ludgerus-
      Kirche wurde als Abteikirche des Benediktinerklosters Werden zu Beginn
      des 9. Jahrhunderts erbaut. Die Krypta stammt um 830. Ihr spätromanischer
      Stil lässt sie innen erhabener als von außen erscheinen. Die Evangelische
      Kirche Werden wurde 1900 eingeweiht. Sie hat eine ganz besondere
      Innenausstattung, geprägt durch florale Elemente. Die Luciuskirche älteste
      Pfarrkirche nördlich der Alpen, erbaut ab 995. Alte Malereien aus dem
      11. Jahrhundert sind verblasst noch zu entdecken. Viele Umnutzungen hat
      sie in den Wirren der Jahrhunderte erlebt, als Wohnhaus oder Schreinerei.
      Seit 1965 ist sie wieder geweiht. Eine kleine, aber sehr interessante Kirche.

      In Essen Huttrop fällt einem die Auferstehungskirche schon äußerlich
      direkt ins Auge. Sie ist rund, aus Backstein, Stahl, Beton von Otto Bartning
      entworfen. 1930 fand die Weihe statt. Ihre Besonderheit sind die wunder-
      baren Fenster des bekannten Glasmalers Johan Thorn Prikker. Sie wurden
      im Zweiten Weltkrieg zerstört, aber von 1994 bis 2008 nach originalen
      Plänen rekonstruiert. Die außergewöhnliche Architektur und die Fenster
      machen sie zu einem sehr sehenswerten Kirchenraum mit einer schönen
      Akustik. Genutzt wird heute noch sehr rege, auch für regelmäßige Konzerte.
      Am "Tag des offenen Denkmals" sangen der Jugendchor, der Kammerchor
      und die Kantorei Auszüge aus ihrem Programm, unter der Leitung von
      Stefanie Westerteicher. Als Sopranistin brillierte Judith Hoffmann. Hier
      wurde den Besuchern ein wunderbares Programm zum Schnuppern geboten.

      Im Norden von Essen, in Katernberg, befindet sich am Markt der sogenannte
      Bergmannsdom. Erbaut wurde die Gusseisensäulenkirche 1901. Die Innen-
      einrichtung aus eher rustikalem Holz unterscheidet sich sehr von anderen
      Kirchen. Die mittlerweile 117 Jahre alte Sauerorgel benötigt allerdings eine
      Überholung. Spenden für die Orgel sind sehr erwünscht. Am "Tag des offenen
      Denkmals" gastierte der Organist Dr. Michal Markuszewski aus Warschau
      mit einem sehr feinen Konzert im Bergmannsdom.

      Datum: 9. September 2018

      www.tag-des-offenen-denkmals.de