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      Über 190.000 Besucher aus 46 Nationen besuchten die "Techno Classica"
      2019 in der Messe Essen. 2.700 Klassiker im Angebot und auch einige
      Sonderschauen boten einen guten Überblick bezüglich historischer
      Fahrzeuge.

      In den zwölf Messehallen war für jeden Geschmack etwas dabei. Rekord-
      wagen gab es bei Mercedes zu bewundern. Hier wurde anhand von Design-
      studien aus verschiedenen Jahren gezeigt, wie sich die Modelle entwickelt
      haben. Einen Scheunenfund eines 300 SL präsentierte man prominent
      platziert. Restauriert ist er 1,0 bis 1,7 Mio. Euro wert. Die Branche lechzt
      nach solchen seltenen Funden. Insbesondere Klassiker wie Porsche sind
      beliebt. Dafür hat man ein eigenes Programm entwickelt, diese Schätzchen
      zu erhalten. Nachgebaute Neuteile für den 956 und andere wertvolle Modelle
      sind zu haben.

      Schelle Exoten und getunte waren bei der Autostadt Wolfburg zu erleben.
      Schon 1953 bekam der Käfer einen unübersehbaren Frontspoiler verpasst.
      Im Jahr 1961 nahm der erste Blitzerwagen in Niedersachsen seinen Dienst
      auf, ein T1. Alles sah technisch noch sehr einfach aus. Spannende
      VW Exoten werden direkt aus Brasilien nach Deutschland importiert, darunter
      auch VW-Modelle, die hier sonst nicht zu haben sind. Ersatzteile kommen
      für diese Modelle problemlos aus Brasilien.

      Echte Raritäten boten einige Autoclubs. Wer weiß schon, dass Citroen
      zwischen 1968 und 1975 Mehrheitseigner an Maserati war. Die gemeinsamen
      Modelle waren technisch ihrer Zeit weit voraus, aber kommerziell nicht erfolg-
      reich. In die Raritätenecke passt auch der Triumpf STAG fällt optisch auf und
      ist eher selten zu finden. Seine Besitzer fahren ihn allerdings als sehr
      robustes Alltagsauto. Wer es ausgefallen möchte, der fand auf der Versteige-
      rung ebenso interessante Modelle, einen roten Porsche-Traktor für 15.000
      Euro, ehemalige Rennwagen oder einen 1967er Alfa Romeo Gulia für 120.000
      Euro. Einen Rolls Royce bekommt sogar schon für um die 20.000 Euro,
      während man für einen 1991er 964 Porsche Carrera Cup schon 200.000 Euro
      auf den Tisch legen muss.

      Beim Kauf eines Oldtimers sollte man immer auf das Modell achten. Viele
      sind eben nicht Alltagstagstauglich. Da kommt das Öl kaum Temperatur
      oder die Kupplung macht nach wenigen Kilometern in der Stadt schlapp.
      Relativ robust sind aber die VW Käfer. Als Cabrio bekommt man sie ab
      30.000 Euro. Der Brezelkäfer liegt bei über 45.000 Euro.

      Für einen guten Oldtimer sollte man allerdings schon einige Zehntausend
      Euro übrig haben und etwas technischen Sachverstand mitbringen. Sie sind
      oft schön anzusehen, aber benötigen viel Pflege. Trotzdem sind sie nicht nur
      Schaustücke. Einige Vertreter der Szene plädierten dafür, sie auch zu
      fahren.

      Heutige Modelle versprechen allerdings kaum noch Klassiker-Qualitäten. Die
      elektronischen Bauteile sind so dominierend, dass eine Software in 30 Jahren
      kaum noch verfügbar sein wird. Dann wird sich kaum noch ein moderner
      Anlasser betätigen lassen, von komplexen Bordcomputern und Sitzheizungen
      ganz zu schweigen. Also besser die aktuellen Autos fahren und genießen.
      Die eher noch mechanischen Klassiker werden bleiben.

      Die nächste "Techno Classica" findet vom 25. bis 29. März in Essen statt.

      Laufzeit: 10. bis 14. April 2019

      www.siha.de