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      Wenn das Ruhr Museum eine große Ausstellung wie "Rock & Pop im Pott"
      eröffnet, dann feiert die musikalische Prominenz der Region natürlich mit und
      begeistert die Fans. Stoppok und Extrabreit gaben sich die Ehre auf dem
      Welterbe Zollverein.

      Im Rahmen der Eröffnungsreden hatten die Gäste die große Ehre, Stoppok zu
      erleben. Er wuchs in Essen auf und hätte sich gewünscht, schon in den 1980er-
      Jahren hier so beliebt gewesen zu sein. Einige Fans hatte er damals zwar
      schon, aber die Zeiten waren hart. Sein Folk-Blues mit schnoddrigem Gesang
      und brillanten Gitarrenspiel wurde erst später mehr geschätzt. Mit 60 ist er nun
      zur Ikone herangereift. Auf Zollverein gab er eine kleine Kostprobe als Appetit-
      happen für sein großes Konzert in Februar 2017 an gleicher Stelle. "Wie tief
      kann man sinken", oder "Willi und Gerd" waren musikalische Kostproben seiner
      Stippvisite. Immer wieder toll zu erleben, wie er die Saiten zupft.

      Richtig laut wurde es mit dem Auftritt von Extrabreit. Optisch sind die Herren
      etwas reifer geworden, die Haare schütter und grauer, aber sie haben nichts von
      ihrer Leidenschaft und Explosivität verloren. Insbesondere Sänger Kai Hawaii
      sprüht vor Charisma. Seine Augen blitzen noch immer, wenn es um böse Lieder
      geht, immer mit einem sympathisch zwinkernden Blick. Dann springt die Aus-
      einandersetzung mit den gesellschaftlichen Themen satirisch nur so aus den
      Songs heraus. Mit einem gewohnt treibenden Sound präsentierten sie Songs wie
      "Polizisten", "Russisch Roulette", "Besatzungskind", "Der Führer schenkt den
      Klonen eine Stadt", "Kleptomanie", "Hart wie Marmelade" oder "Joachim muss
      härter werden". Die Fans von damals sind ebenfalls älter geworden, haben die
      Refrains aber nicht vergessen. Auf gar keinen Fall fehlen durften natürlich
      "Hurra, hurra die Schule brennt", "Für mich soll's rote Rosen regnen" oder
      "Flieger, grüß mir die Sonne" als ausgedehnte Langversion. Zucker für die Fans!
      Bei den geliebten Klängen der Jugend fühlten sich die reifen Zuschauer plötzlich
      wieder taufrisch. Das Alter war nur noch eine Zahl. Die Musiker hatten selber
      sichtlich Spaß an dem Auftritt in der sehr gut gefüllten Halle 5.

      Man kann nur hoffen, dass diese Konzerte nur ein Auftakt für die populäre Musik
      auf Zollverein waren. Sieben Konzerte sind im Rahmenprogramm der Ausstel-
      lung geplant. Das Welterbe öffnet sich auch mal anderen Klängen. Mal sehen,
      wer noch alles auf Zollverein zu erleben sein wird.

      Datum: 4. Mai 2016

      Infos und Fotos zur Ausstellung "Rock & Pop im Pott"