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      Seit sieben Jahren leitet Bridget Breiner das Ballett im Revier am Musik-
      theater im Revier (MiR) in Gelsenkirchen. Zum Ende der Spielzeit verlässt sie
      das Haus in Richtung Karlsruhe und nimmt ihre fast komplette Kompanie mit.
      Der sehr schöne Ballettabend "Signaturen" zeigt sehr sehenswert, was alles
      in den letzten sieben Jahren auf der Gelsenkirchener Ballettbühne zu sehen
      war.

      Wie unterschiedlich die Handschriften der acht ausgewählten ChoreografInnen
      sei können, davon kann man sich an diesem Abend überzeugen. Ballett kann
      so vielfältig sein. Die dreizehn Mitglieder der Kompanie müssten zwischen
      klassischem Spitzentanz und modernen Tanzformen stark variieren.

      Nach einem klassischen Auszug aus "Schwanensee" (Lynne Charles) als
      Siebenergruppe folgt ein erster Höhepunkt des Abends, eine Zeitreise
      hundert Jahre zurück. Bridgett Zehr tanzt solo "Der sterbende Schwan",
      choreografiert von Michel Fokine, extrem ausdrucksstark und tänzerisch
      absolut hochklassig. Exzentrisch und anspruchsvoll ist ein Auszug aus
      " with the lights on" von Choreograf Kevin O'Day. Es folgt die schöne
      Choreografie "Fleeting" von Bridget Breiner, dargeboten als weibliches Trio
      mit Francesca Berruto, Ruta Duclos und Bridgett Zehr. Mit "Thirteen" von
      Amos Ben Tal und acht Mitgliedern der Kompanie geht es in die Pause.
      Schon hier merkt man, wie der Schweiß bei den Akteuren fließt.

      Anspruchsvoll und körperlich anstrengend geht es weiter. In "On Rebuilding
      Laughter" von Choreograf Renato Paroni de Castro schleicht sich sogar der
      Sensenmann über die Bühne. Anschließend ist Bridget Breiner wieder an
      der Reihe, mit "La Grande Parade du Funk". Funk und Jazz klingen sehr
      lebendig durch. Man fühlt sich Jahrzehnte zurückversetzt, irgendwo in den
      USA, inkl. Big-Band-Sound. Mit "Ring them Bells" von Marco Goecke und mit
      Musik von Liza Minnelli bleibt man in den USA. Francesca Berruto und Louiz
      Rodrigues begeistern mit dieser sehr schnellen und kreativen Nummer. Das
      Finale bestreiten alle 13 Akteure gemeinsam. "Dawn of an Announced End"
      lautte der Titel der Choreografie von Benvindo Fonseca mit der Musik von
      Ludwig van Beethoven.

      Man erlebt wirklich große Leistungen einer großen Kompanie auf der Bühne,
      so verscheiden die Choreografien auch sind. Zum Abschluss folgt noch eine
      große Ballett-Gala am 6. Juli, das große und traurige Bye Bye im MiR.

      Datum: 8. Juni 2019

      musiktheater-im-revier.de