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      Mit der sehr schönen Ausstellung "Shoot, Shoot, Shoot" geht die Ludwiggalerie
      Schloss Oberhausen neue Wege. Die Ausstellungsräume sind für diese
      besonderen Fotografien in Silber, Gold, Blau, Türkis und Violett gestrichen. Es
      sind Arbeiten großer Fotografen der Zeit, zusammengefasst in der Nicola Erni
      Collection. 2016 war die Schau im Stadtmuseum München zu erleben.

      Der Jetset der 1960er und 1970er war wahrlich schillernd. Gefühlt feierte er eine
      Dauerparty an den schönen und spannenden Orten. Viele der Protagonisten
      gelten heute noch immer als Stars. Ob Brigitte Bardot, Mick und Bianca Jagger,
      Yves Saint Laurent, John F. Kennedy, Grace Jones, die Beatles, Rod Stewart,
      Romy Schneider, Marlon Brando, Frank Sinatra, Twiggy, Elton John oder Mia
      Farrow, sie alle stehen für schillernde Momente in den Bereichen Musik, Mode,
      Politik oder Schauspiel.

      Nicola Erni hat die außergewöhnlichen Eindrücke dieser Zeit gesammelt. Sie
      zeugen von einer gefühlt entrückten Zeit, die eigentlich noch gar nicht so lange
      her ist. Trotzdem taucht man in eine Parallelwelt ein, in der man sich insze-
      nierte oder ganz simpel die Fotografen wie Freunde an sich heran ließ. So
      sprechen die Motive oft eine entspannte und fast schon private Bildsprache,
      neben den inszenierten Portraits, z.B. von Brigitte Bardot oder Twiggy. Immer
      wieder kommt dabei das Aufbegehren gegen die Ordnung und die Energie zu
      tage. Drogen spielten eine nicht unerhebliche Rolle.

      Die Werbefotografie ist ein ebenfalls wichtiger Bereich der Ausstellung. Erste
      Supermodels traten in Erscheinung. Dabei war die Realisierung auffälliger
      Werbemotive oft mit viel Aufwand verbunden und zum Teil so provokant für Zeit,
      dass sie kaum gedruckt wurden. Yves Saint Laurent nackt mit einem Heiligen-
      schein war zu viel Revolution. Man experimentierte gerne mit ganz neuen
      Blickwinkeln und Assessoires.

      Ein ganzer Raum wird Andy Warhol und einer Factory gewidmet. Drei gab es
      insgesamt. Eine davon war ganz mit Alufolie ausstaffiert. Hier gab es Happen-
      ings und Partys. Der hippe Musiker traf den Pop-Art-Künstler oder den auf-
      kommenden Stern am Schauspielhimmel. Warhol brachte viele Menschen
      zusammen, die heute noch Berühmtheit genießen. Partys waren beliebt, auch
      bei Vertretern der Wirtschaft und der Politik. Am Tag des ersten Nummer 1-Hits
      in den USA feierten die Beatles den Erfolg allerdings mit einer gewöhnlichen
      Kissenschlacht im Hotelzimmer, freuten sich wie kleine Jungs.

      Welcher Fotograf darf heute schon noch im Hochzeitsauto eines frisch ver-
      mählten Promipaars mitfahren, wie damals bei Mick und Bianca Jagger.
      Unscharfe Bewegungsfotos von Paul McCartney wären heute undenkbar. Die
      Snapshots von damals heißen übrigens heute Selfies. Beliebt waren sie schon
      früher und perfekt müssen sie heute auch nicht sein, sofern sie nicht ein
      öffentliches Image einer wichtigen Person prägen sollen.

      Wer mal in Ruhe in diversen Bildbänden blättern möchte, dem steht sogar ein
      echtes Wohnzimmer im 70er-Look zur Verfügung. Man darf es sich bequem
      machen.

      Zur Ausstellung wird ein erläuterndes Booklet erscheinen. Wer möchte kann an
      einem Fotowettbewerb teilnehmen. Es gibt ein umfangreiches Rahmen-
      programm.

      Laufzeit: 21. Januar bis 27. Mai 2018

      www.ludwiggalerie.de