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      "!Live fast, get old!" hieß es im Theater Oberhausen. Jürgen Sarkiss und
      Band nahmen die Besucher mit auf einen Abriss durch die Geschichte der
      Rockmusik mit.

      Ein alter Bekannter kehrte zurück an seine ehemalige Wirkungsstätte. Bis
      zur letzten Spielzeit war Jürgen Sarkiss noch fester Ensembleschauspieler
      am Haus. Schon in den letzten Jahren war er der Spezialist für gute Musik-
      abende mit Lennon oder Hendrix. Nun widmet er sich als freier Künstler
      allgemein der Rockmusik, bringt sie den Leuten näher. Er lebt die Musik.
      Die neue Show umfasst Song aus den 70ern, 80ern und 90er-Jahren alle live
      und ganz im Stil von Sarkiss. Da wird jeder Ton im Vorfeld ausgetüftelt. Er
      kreiert seine eine Version bekannter Rockklassiker. Unterstützt wurde er von
      drei tollen Musikerkollegen, Peter Engelhardt an der E-Gitarre, Stefan
      Lammert am Schlagzeug und Volker Kamp am Bass. Das Zusammenspiel
      war hervorragend.

      Die 18 Songs kamen mal laut und mal akustisch leise daher. "Heart of glass"
      von Blondie klang völlig anders als im Original. Auf den Text kam es an,
      quasi ein roter Faden der Show. "So lonely" von The Police bekam etwas
      mehr Punk und "Californication" von den Red Hot Chilli Peppers glänzte mit
      Ironie. Teilweise wurde es richtig laut. Die Smartphones zeigten bis zu 80
      Dezibel an. "Black hole sun" wirke ordentlich düster und auch der Beginn mit
      "Let there be rock" von AC/DC war kein Leisetreter. Man merkte schnell,
      dass es musikalisch ein hochklassiger Abend würde. Es gab Musik zum
      Nachdenken. Songs von "Ton Steine Scherben" sind Meilensteine der
      deutschen Rockgeschichte. Der Punk von den Sex Pistols erklang ebenso
      wie der Hardrock von Motörhead oder Black Sabbath. Fans guter Rocksongs
      kamen auf jeden Fall voll auf ihre Kosten. Rockmusik war mal richtig pro-
      gressiv. Dagegen ist Bon Jovi eine Art Kuschelrock. Zwischendurch wurde
      durch zwei vorgelesene Texte das Lebensgefühl einer ganzen Rockgeneration
      vermittelt.

      Fein ausgearbeitet war auch "Heroes" von David Bowie, ein Klassiker, den
      jeder kennt. Das gilt ebenso für die Zugabe. Es konnte eigentlich nur
      "Purple rain" sein, hervorragend dargeboten. Es war ein hochklassiger Abend
      mit Theaterambiente.

      Datum: 30. Dezember 2018, weitere Vorstellungen

      www.theater-oberhausen.de